
Nothing Phone (4a) Pro im Test: Gutes Mittelklasse-Handy mit Premium-Features
Inhalt
- Fazit zum Test des Nothing Phone (4a) Pro
- Nothing Phone (4a) Pro im Test: Die wichtigsten Infos zum Gerät
- So habe ich das Nothing Phone (4a) Pro getestet
- Design: Da kann man ja gar nicht durchgucken
- Display: Schönes, großes OLED-Display mit 144 Hertz
- Ausstattung & Software: Die Nothing-Community entwickelt mit
- Kameras: Starker Periskop-Zoom
- Performance: Gute und stabile Mittelklasse-Leistung
- Akku: Lange Lauf- und kurze Ladezeit
- Zusammenfassung zum Test des Nothing Phone (4a) Pro: Gut mit netten Premium-Features
- Alternativen mit guten Testergebnissen zum Nothing Phone (4a) Pro
- Nothing Phone (4a) Pro: Häufig gestellte Fragen beantwortet

TURN ON
Wie sich das Nothing Phone (4a) Pro im Alltag schlägt und wer sich das Mittelklasse-Smartphone holen sollte, erfährst du in meinem Praxistest.
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Zum Autor: Alex hat für TURN ON bereits viele Smartphones verschiedener Hersteller getestet – darunter das Nothing Phone (3a) Pro – und nutzt auch privat ein Modell dieses Herstellers. Ansonsten fühlt er sich in den Bereichen Audio und Notebooks zu Hause.
Fazit zum Test des Nothing Phone (4a) Pro
Mit ungewohnter, aber immer noch ausgefallener Optik, 144-Hertz-Bildwiederholrate sowie starker Haupt- und Periskopkamera hebt sich das Nothing Phone (4a) Pro von der Mittelklasse-Konkurrenz ab. Kleinere Mängel wie das spiegelnde Display, die unterdurchschnittliche Ultraweitwinkelkamera und teils schwache KI-Features sind zwar etwas ärgerlich, trüben den insgesamt guten Gesamteindruck aber kaum.
Vorteile und Nachteile des Nothing Phone (4a) Pro
Vorteile
- außergewöhnliches Design
- Glyph-Matrix
- sehr gutes 144-Hz-OLED-Display
- einzigartige Benutzeroberfläche
- sehr gute Haupt- und Periskopkamera
- gute, stabile Performance
- lange Akkulaufzeit und kurze Ladezeit
Nachteile
- Display spiegelt stark in der Sonne
- schwache Ultraweitwinkelkamera
- teils schwache KI-Features
Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten
Nothing Phone (4a) Pro im Test: Die wichtigsten Infos zum Gerät
Das Nothing Phone (4a) Pro ist das neue Mittelklasse-Flaggschiff des Herstellers für das Jahr 2026, also das Vorzeigemodell der Mittelklasse. Nothing verzichtet erstmals auf die charakteristische transparente Rückseite und spendiert seinem neuesten Smartphone dafür ein schlichtes Unibody-Gehäuse aus Aluminium. Auch die LED-Anzeige Glyph-Matrix hat der Hersteller überarbeitet und an die Matrix des Oberklasse-Modells Nothing Phone (3) angepasst.
Auf technischer Ebene gibt es ebenfalls Upgrades. Welche das sind und wie sich das Gerät in der Praxis schlägt, erfährst du in meinem Test.
Nothing Phone (4a) Pro: Technische Daten
- Display: 6,83 Zoll, 2.800 × 1.260 Pixel, flexibles AMOLED, adaptive 144 Hz, 5.000 Nits
- Prozessor: Snapdragon 7 Gen 4
- Arbeitsspeicher: 8 GB
- Rückkameras: 50-Megapixel-Hauptkamera; 50-Megapixel-Periskopkamera mit 3,5-fachem optischen Zoom, 7-fachem In-Sensor-Zoom und 140-fachem Ultra-Zoom (digital); 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera
- Selfie-Kameras: 32-Megapixel-Frontkamera
- Speicher: 128 GB
- Anschlüsse: USB-C 2.0
- Betriebssystem: Android 16 (Nothing OS 4.1)
- Akku: 5.080 mAh
- Gewicht: 210 Gramm
So habe ich das Nothing Phone (4a) Pro getestet
Ich habe das Nothing Phone (4a) Pro im Hamburger TURN ON Studio, bei mir zu Hause und unterwegs in Hamburg getestet. Mein Fokus lag dabei auf der allgemeinen Alltagstauglichkeit und insbesondere der Periskopkamera sowie den neuen Software-Funktionen von Nothing OS 4.1.
Das Testgerät ist eine Leihgabe des Herstellers. Weder Nothing noch MediaMarkt haben auf meinen redaktionellen Praxistest Einfluss genommen.

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Design: Da kann man ja gar nicht durchgucken
Als ich das Nothing Phone (4a) Pro aus seiner Verpackung befreie, bin ich direkt überrascht: „Da kann man ja gar nicht durchgucken!“ Beim Phone (4a) Pro verzichtet Nothing zum ersten Mal auf die transparente Rückseite, die bislang so charakteristisch für Smartphones des Herstellers war. Jetzt gibt es ein hochwertiges Unibody-Gehäuse aus Aluminium, das zwar schlicht, aber edel aussieht.
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Das Gerät misst 16,4 × 7,7 × 0,8 Zentimeter und wiegt 210 Gramm. Das ist ziemlich groß, aber das Gerät liegt auch dank der geringen Dicke noch gut in meiner Hand. Unten links auf der Rückseite befindet sich eine runde Einkerbung, die auf den ersten Blick wie ein Fingerabdrucksensor aussieht, aber keine praktische Funktion erfüllt.
Das Phone (4a) Pro ist in drei Farboptionen erhältlich:
- Nothing Phone (4a) Pro in Schwarz
- Nothing Phone (4a) Pro in Metallic Silber
- Nothing Phone (4a) Pro in Metallic Pink
Die Kamerainsel hat Nothing gegenüber dem Vorgänger gänzlich neu aufgesetzt. Sie ist nun rechteckig mit abgerundeten Ecken und beherbergt gleichzeitig die Glyph-Matrix sowie eine kleine rote LED, die aufblinkt, wenn du ein Video aufzeichnest. Insgesamt wirkt die Insel deutlich aufgeräumter als beim Vorgänger – für mich ein klares Upgrade.
Glyph Interface: Tschüss Streifen, hallo Matrix
Stichwort Glyph: Auch das zweite Alleinstellungsmerkmal seiner Handys hat Nothing überarbeitet. Statt LED-Streifen wie beim Phone (3a) Pro hat das neue (4a) Pro eine kreisrunde Glyph-Matrix, die aus mehreren großen Pixeln besteht und viele Animationen darstellen kann. Das Prinzip übernimmt der Hersteller von seinem Flaggschiff Phone (3). Allerdings hat der Glyph des Phone (4a) Pro deutlich weniger LEDs (137 vs. 489).
Die Glyph-Matrix zeigt wahlweise die Uhrzeit, den Sonnenstand, die Mondphase oder den Akkustand an. Außerdem kann sie einen Timer visualisieren und als „Selfie-Spiegel“ fungieren, in dem du deine ungefähre Silhouette erkennen kannst, wenn du ein Selfie mit der Rückkamera aufnimmst.
In der folgenden Slideshow siehst du die Animationen für die Uhrzeit, den Sonnenstand, die Mondphase, den Akkustand sowie den Selfie-Spiegel in dieser Reihenfolge von links nach rechts:
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Dann gibt es noch die Essential Notifications, für die du bestimmten Kontakten oder Stichwörtern eigene Glyph-Animationen zuweisen kannst, um wichtige Benachrichtigungen hervorzuheben. Dafür steht dir eine große Auswahl in den Einstellungen zur Verfügung, wie du auf dem folgenden Foto erkennst.

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Ganz neu ist die Visualisierung von fortschrittsbasierten Benachrichtigungen: Der Glyph kann nämlich Fahrten und Lieferungen mit Live-Tracking visualisieren. Dabei unterstützt das Interface etwa Uber und Google Maps. Leider konnte ich das Feature nicht selbst ausprobieren.
Wenn du dich wie ich für derartige Spielereien begeisterst, wirst du Freude mit dem Glyph Interface haben.
Display: Schönes, großes OLED-Display mit 144 Hertz
Das AMOLED-Display ist mit 6,83 Zoll großzügig bemessen und bietet eine gute Übersicht zum Arbeiten, Zocken und Ansehen von Filmen. Die Auflösung von 2.800 × 1.260 Pixeln entspricht etwa 450 ppi (Pixels per Inch), was für gestochen scharfe Bilder sorgt.
Das Display bietet eine adaptive Bildwiederholrate von bis zu 144 Hertz. Leider handelt es sich nicht um ein LTPO-Panel, das die Bildwiederholrate bei statischen Inhalten auf 1 Hertz herunterregeln kann, um Strom zu sparen. Stattdessen wechselt die Rate je nach angezeigtem Inhalt zwischen 30, 60, 90, 120 und 144 Hertz. Damit scrollst du smooth und flüssig durch Apps und Websites. Die vollen 144 Hertz erreicht das Display nur in dafür optimierten Apps wie etwa Google Chrome.

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Zur Bildschirmhelligkeit macht Nothing gleich drei Angaben:
- Typische Helligkeit (volle Helligkeit, ohne automatischen Helligkeitssensor): 800 Nits
- Helligkeit im Freien (mit automatischem Helligkeitssensor): 1.600 Nits
- Spitzenhelligkeit (hellste HDR-Highlights): 5.000 Nits
Um diese Werte zu überprüfen, fehlen mir die Messinstrumente, doch die Kollegen von GSMArena (04/26) können die ersten beiden Werte zur typischen Helligkeit und zur Helligkeit im Freien nach ihren Messungen mit 784 beziehungsweise 1.557 Nits bestätigen. Beides sind sehr gute Werte für ein Mittelklasse-Smartphone. Im 10-Prozent-Fenster schafft das Display allerdings nur 1.555 Nits und damit deutlich weniger als die versprochenen 5.000 Nits, so GSMArena.
Ich setze mich auf den Balkon in der prallen Mittagssonne und sehe mir ein HDR-Highlights-Testvideo an. Um die maximale Leuchtkraft aus dem Display herauszuholen, aktiviere ich die automatische Helligkeit und die HDR-Wiedergabe. Das Ergebnis: Die hellsten Bildausschnitte leuchten hell genug, um sie auch unter direkter Sonneneinstrahlung gut zu erkennen. Allerdings spiegelt das glänzende Display leider sehr stark.
Ausstattung & Software: Die Nothing-Community entwickelt mit
Für ein Mittelklasse-Smartphone ist das Phone (4a) Pro in puncto Konnektivität und Anschlussmöglichkeiten ordentlich ausgestattet. Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick:
| Eigenschaftsname | Nothing Phone (4a) Pro |
|---|---|
| WLAN | Wi-Fi 6 |
| Mobilfunk | 5G |
| Bluetooth | 5.4 |
| NFC | |
| Dual-SIM | (2 × SIM-Karte oder SIM-Karte + eSIM) |
| eSIM | |
| SD-Kartenslot | |
| Anschluss | USB-C 2.0 |
| Gesichtserkennung | |
| optischer Fingerabdrucksensor | |
| UWB (Ultrabreitband) |
Ich hätte mir lediglich Wi-Fi 6E gewünscht, um auch im 6-Gigahertz-Band surfen zu können, sowie einen USB-C-3.2-Anschluss für schnellere Datenübertragungen. Aber: Andere aktuelle Mittelklasse-Handys wie das Samsung Galaxy A57, das iPhone 17e und das Xiaomi Redmi Note 15 Pro setzen ebenfalls nur auf Wi-Fi 6 und USB-C 2.0. Viel stärker stört mich, dass Nothing die Ausstattung komplett vom Vorgänger Phone (3a) Pro übernommen und hier auf Upgrades verzichtet hat.
Einen SD-Kartenslot besitzt das Phone (4a) Pro nicht. Dafür gibt es das Smartphone in zwei Speichervarianten:
- Nothing Phone (4a) Pro mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher
- Nothing Phone (4a) Pro mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher
Eines der größten Highlights ist das Betriebssystem Nothing OS, das auf dem Phone (4a) Pro in der Version 4.1 installiert ist (Android 16). Es zeichnet sich durch seine charakteristische Benutzeroberfläche – die Dot Engine – in einem monochromen Pixel-Art-Stil aus und ist meiner Meinung nach die coolste ihrer Art im Android-Segment. Die Menüführung orientiert sich trotzdem stark an Stock-Android, was einen Umstieg für Android-Routiniers leicht macht.

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Das Besondere an Nothings Software ist die Einbindung der eigenen Community. So gibt es auch einige Widgets und Glyph-Animationen, die von Nothing-Usern programmiert wurden. Wer selbst einmal Entwickler sein möchte, kann im Essential Playground per Text-Prompts eigene Widgets und Mini-Apps mittels KI erstellen und der Nothing-Community zur Verfügung stellen. Bislang handelt es sich allerdings noch um eine Betaversion.
Nothing verspricht für das Phone (4a) Pro drei große Android-Updates bis 2029 und sechs Jahre Sicherheitsupdates bis 2032 – für die Mittelklasse ist das in Ordnung.
Essential AI: Nothing erhört Kritik aus der Community
Essential AI ist der Oberbegriff, unter dem Nothing seine KI-Features zusammenfasst. Für das Phone (4a) Pro verzichtet der Hersteller auf neue Funktionen, stattdessen hat er versucht, einige der bestehenden Funktionen zu optimieren.
Im Folgenden liste ich die wichtigsten KI-Features von Essential AI mit einer kurzen Einordnung auf und vergebe eine Punktwertung von 0 bis 5 – je nachdem, wie sehr mich ein Tool überzeugen konnte:
Essential Space
Der KI-Hub Essential Space dient als Planungsassistent für deinen Alltag. Du kannst Screenshots ablegen und mit Text- oder Sprachnotizen versehen, dir Reminder erstellen lassen und findest dank der intelligenten Suche alle deine persönlichen Daten ohne lästiges Scrollen. Da das Tool einige persönliche Informationen benötigt und keine neuen Funktionen hinzugekommen sind, verzichte ich auf ein erneutes Ausprobieren. Meine Eindrücke zum Essential Space findest du im TURN ON Test des Nothing Phone (3a) Pro. Meine Essential-Space-Bewertung: 3,5 von 5 Punkten.
Top: Beim Phone (4a) Pro hat Nothing endlich seine Community und diverse unabhängige Tester erhört: Der Hersteller hat den Essential Key – die physische Taste am Gehäuserahmen zum Aufrufen des Essential Space – im oberen Drittel auf der linken Seite platziert, wie du auf dem Foto erkennst. Vorher befand sich der Essential Key rechts mittig unterhalb des Power-Buttons.Das nervige versehentliche Betätigen der Taste hat damit nun ein Ende, das hatte ich mir gewünscht.

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Essential Voice
„Essential Voice ist ein KI-gestützter Sprache-zu-Text-Generator, der deine Sprachaufnahmen transkribiert und direkt in der Tastatur verankert ist. Diese beiden Sätze habe ich mir von diesem Tool transkribieren lassen, samt eventueller Rechtschreib- und Grammatikfehler.“ Im TURN ON Test des Phone (3a) Pro habe ich die KI-Spracherkennung noch stark für ihre Fehleranfälligkeit kritisiert. Wie das Zitat zeigt, ist sie jetzt durchaus in der Lage, eine Spracheingabe fehlerfrei zu transkribieren. Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten.

Nothing/Screenshot: TURN ON
Essential News
Eine KI-Stimme fasst täglich die wichtigsten Nachrichten aus unterschiedlichen Themenbereichen in englischer Sprache zusammen, die du vorher festlegst. Thematisch passend zur WM wähle ich lediglich Sport als bevorzugtes Thema und bin enttäuscht: Inhaltlich fokussiert sich die KI ausschließlich auf Sport wie Basketball und Golf, der in den USA stattfindet. Und mittendrin wechselt die KI-Stimme plötzlich die Sprache und spricht statt Englisch eine asiatische Sprache. Meine Bewertung: 0 von 5 Punkten.
Kameras: Starker Periskop-Zoom
Das Kamera-Set-up des Nothing Phone (4a) Pro ist für ein Mittelklasse-Smartphone hervorragend. In der Tabelle siehst du alle Linsen und ihre technischen Daten auf einen Blick:
| Eigenschaftsname | Nothing Phone (4a) Pro |
|---|---|
| Hauptkamera | 50 MP, f/1,88 mit zweifachem Crop-Zoom sowie optischer und elektrischer Bildstabilisierung (OIS & EIS) |
| Ultraweitwinkelkamera | 8 MP, f/2,2 |
| Periskopkamera | 50 MP, f/2,88 mit 3,5-fachem optischen Zoom, siebenfachem Crop-Zoom und 140-fachem digitalen Zoom |
| Frontkamera | 32 MP, f/2,2 |
Während meines Tests herrschen beste Bedingungen mit Sonnenschein und blauem Himmel. Unter diesen Voraussetzungen kann mich die Hauptkamera voll überzeugen. Meine Testaufnahmen von einem Teich in einer Parkanlage (erster Slide) zeigen natürliche Farben und viele Details bei einer sehr guten Schärfe.
Meine Aufnahmen mit der Ultraweitwinkelkamera vom selben Motiv (zweiter Slide) können da nicht mithalten: Zwar stellen sie Farben ebenfalls schön natürlich dar, zeigen aber weniger Details. An den Bildrändern sind die Aufnahmen etwas unscharf. Das erkennst du sehr gut am Buschwerk links und rechts, den Gänsen und Enten am unteren sowie dem Buschwerk am oberen Bildrand.
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Das Highlight des Set-ups ist die Periskop-Telekamera. Schon normale Telekameras sind in dieser Preisklasse alles andere als üblich, Periskopkameras aber bislang eher Premium-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S26 Ultra vorbehalten. Beim Phone (4a) Pro bietet die Periskopkamera einen 3,5-fachen optischen Zoom, einen siebenfachen Crop-Zoom und einen bis zu 140-fachen digitalen Zoom.
Für meinen Test mache ich einige Zoom-Aufnahmen von den Enten und Gänsen am Teich. Die Zoom-Qualitäten der Periskoplinse können mich dabei voll überzeugen, da Aufnahmen kaum an Qualität verlieren. Beim optischen Zoom ist das üblich, aber dass selbst der Crop-Zoom und der digitale Zoom in dieser Hinsicht abliefern, habe ich nicht erwartet.
Die folgende Slideshow zeigt zwei Collagen der Schwimmvögel in unterschiedlichen Zoomstufen.
- Erster Slide (von links nach rechts): Hauptkamera ohne Zoom, Hauptkamera mit zweifachem Crop-Zoom, Periskopkamera mit 3,5-fachem optischen Zoom
- Zweiter Slide (von links nach rechts): Periskopkamera mit siebenfachem Crop-Zoom, Periskopkamera mit zwanzigfachem digitalen Zoom, Periskopkamera mit dreißigfachem digitalen Zoom
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Nutzt du den Ultra-Zoom, also den digitalen Zoom, schaltet sich standardmäßig eine KI-gestützte Bildoptimierung ein. Sie verbessert die Qualität der Zoom-Aufnahmen merklich. Je näher du heranzoomst, desto weniger wirkt die KI-Optimierung jedoch.
Als Beispiel zeige ich dir eine Aufnahme mit dem 140-fachen digitalen Zoom. In der folgenden Collage siehst du links einen Kirschbaum ohne Zoom. Rechts davon erkennst du Kirschen in 140-facher Verzögerung. Irgendwie beeindruckend, dass das Motiv erkennbar bleibt, aber gut gelungen finde ich die Aufnahme keinesfalls – da hilft auch keine KI mehr.

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Die Frontkamera kann mich voll überzeugen: Selfies sind gut ausgeleuchtet und stellen Hauttöne natürlich dar. Das Gleiche gilt für Porträtaufnahmen, wobei der Bokeh-Effekt (verschwommener Hintergrund) gern etwas weniger stark ausfallen dürfte.

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Und wie sieht es mit Videoaufnahmen aus? In unabhängigen Testberichten erhält das Nothing Phone (4a) Pro Kritik für die Qualität seiner Videos. GSMArena (04/26) berichtet, dass Videos höchstens in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde (FPS) drin seien, es keine Zusatzfeatures gebe und dass die Kameraaufnahmen zu weichgezeichnet seien. Chip.de kritisiert ebenfalls, dass nur 4K mit 30 FPS möglich sei und dass für „geschmeidigere“ Aufnahmen zu Full HD mit 60 FPS gewechselt werden müsse.
Seit dem Software-Update vom 1. Juni 2026 sind nun aber auch 4K-Videos mit 60 FPS möglich. Das sorgt für scharfe Aufnahmen mit flüssigen Schwenks und Bewegungen, wie du weiter unten in meinem Testvideo von einer viel befahrenen Straße siehst. Allerdings finde ich die Aufnahme qualitativ deutlich schwächer als meine Testfotos.
Ich finde das aber nicht weiter problematisch: Influencer und professionelle Content-Creator, die eine hohe Videoqualität benötigen, sind ohnehin nicht die Zielgruppe von Mittelklasse-Smartphones. Für schöne Erinnerungsvideos aus dem Urlaub oder Stadion ist die Videoqualität des Phone (4a) Pro gut genug.
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Performance: Gute und stabile Mittelklasse-Leistung
Das Herzstück des Nothing Phone (4a) Pro ist der leistungsstarke Mittelklasse-Prozessor Snapdragon 7 Gen 4, der bei meinem Testgerät von 8 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. In der Ausführung mit 256 GB Speicher erhöht sich der Arbeitsspeicher auf 12 GB. Dank RAM-Boost lässt sich der Arbeitsspeicher kurzzeitig um bis zu 8 GB erhöhen.
Um die Leistung des Phone (4a) Pro zu ermitteln, verwende ich auf meinem Testgerät den Benchmark-Test Work 3.1 Performance von PCMark und den Stresstest Wild Life Extreme von 3DMark. Im Anschluss vergleiche ich die ermittelten Benchmarks mit den Benchmarks der folgenden Geräte:
- Nothing Phone (3a) Pro (Vorgängermodell)
- Nothing Phone (3) (aktuelles Flaggschiff des Herstellers)
- Samsung Galaxy A57 (ebenfalls gehobene Mittelklasse)
Work 3.1 Performance
Der Benchmark-Test Work 3.1 Performance von PCMark ermittelt die Systemleistung, indem er Alltagsaufgaben wie Webbrowsing, Bild- und Videobearbeitung und Datenverarbeitung simuliert. Aus den Ergebnissen wird ein Score errechnet, mit dem du die Systemleistung von Smartphones miteinander vergleichen kannst.

PCMark for Android/Screenshot & Collage: TURN ON
Im Work-3.1-Performance-Test erzielt mein Nothing Phone (4a) Pro einen Score von 13.546 Punkten. Damit schlägt es seinen Vorgänger Phone (3a) Pro klar und performt auch deutlich besser als Nothings Flaggschiff Phone (3). Dafür liegt mein Testgerät weit abgeschlagen hinter Samsungs Mittelklasse-Topmodell Galaxy A57:
- Das Nothing Phone (3a) Pro erzielt im Benchmark-Test Work 3.0 Performance 12.517 Punkte. Zum TURN ON Test des Nothing Phone (3a) Pro.
- Das Nothing Phone (3) schafft 13.098 Punkte. Zum TURN ON Test des Nothing Phone (3).
- Das Samsung Galaxy A57 kommt auf 14.981 Punkte. Zum TURN ON Test des Galaxy A57.
Das Ergebnis bestätigt meinen Praxiseindruck vom Nothing Phone (4a) Pro: Für ein Mittelklasse-Smartphone performt das Gerät gut, ohne dabei besonders zu glänzen.
Wild Life Extreme Stress Test
Der Benchmark-Test Wild Life Extreme von 3DMark überprüft, wie sich ein Handy unter längerer hoher Auslastung verhält. Der Test misst in 20 Durchgängen außerdem die Leistungsstabilität, den Akkuverbrauch, die Wärmeentwicklung und die Bildwiederholrate. Auch hier wird aus den Ergebnissen jedes einzelnen Durchgangs ein Score errechnet, der die Leistung vergleichbar macht.

3DMark/Screenshot & Collage: TURN ON
Im Wild Life Extrem Stress Test erzielt mein Testgerät im besten Durchlauf einen guten Mittelklasse-Wert von 2.088 Punkten. Im schlechtesten Durchlauf schafft das Smartphone immer noch 2.074 Punkte, woraus sich eine beeindruckende Leistungsstabilität von 99,3 Prozent ergibt. Das bedeutet, dass das Phone (4a) Pro selbst unter Volllast so gut wie gar keine Leistungseinbußen aufweist – das ist stark.
Im Test zeigt sich das Smartphone auch sehr energiesparend: Der Akkustand sinkt nur um 9 Prozent. Dafür erwärmt sich das Gerät mit bis zu 41 Grad etwas zu stark.
So haben die Referenzgeräte bei TURN ON abgeschnitten:
- Nothing Phone (3a) Pro: 1.058 Punkte, 99,4 Prozent Leistungsstabilität, erwärmt sich auf 36 Grad
- Das Nothing Phone (3): 4.389 Punkte, 64,3 Prozent Leistungsstabilität, erwärmt sich auf 45 Grad
- Das Samsung Galaxy A57: 1.667 Punkte, 94,2 Prozent Leistungsstabilität, erwärmt sich auf 36 Grad
In beiden Benchmark-Tests liefert das Nothing Phone (4a) Pro gute Ergebnisse für seine Preisklasse ab und bestätigt meine persönlichen Eindrücke. Beim Multitasking mit mehreren parallel geöffneten Apps, beim Laden größerer Websites mit vielen Bild- und Videoelementen und beim Gaming macht mein Testgerät stets eine gute Figur.
Für meinen üblichen Gaming-Praxiseindruck zocke ich eine halbe Stunde lang den Taktik-Shooter „Standoff 2“, da das Mobile Game High-FPS-Gaming mit 144 Hertz unterstützt. Damit mein Phone (4a) Pro auch wirklich die höchstmögliche Bildrate erreicht, setze ich die Bildwiederholrate in den Geräteeinstellungen auf feste 144 Hertz und stelle im Spielemodus den Leistungsboost ein. Im Game selbst setze ich die Bildrate auf 144 FPS und alle Grafikeinstellungen auf mittel.
Unter diesen Voraussetzungen läuft das Spiel extrem flüssig und schnell. Besonders bei schnellen Drehungen um die eigene Achse macht sich die hohe Bildrate sehr gut bemerkbar. Laut der Anzeige der Nothing-Game-Bar läuft das Spiel konstant mit 144 FPS. Während der halbstündigen Session verbraucht mein Testgerät zudem nur 9 Prozent Akku und erwärmt sich dabei nur leicht.
Akku: Lange Lauf- und kurze Ladezeit
Der 5.080-Milliamperestunden-Akku des Nothing Phone (4a) Pro erzielt im Battery-Life-Test 3.1 von PCMark, der alltägliche Aufgaben simuliert, eine lange Laufzeit von 16 Stunden und 9 Minuten, bis der Akkustand von 100 auf 20 Prozent gesunken ist. Das ist ein guter Mittelklasse-Wert.

TURN ON
Zum Vergleich: Der Vorgänger Phone (3a) Pro kommt im Battery-Life-Test 3.0 auf 19 Stunden und 23 Minuten (TURN ON, 06/25). Dass die Akkulaufzeit des Phone (4a) Pro nicht an seinen Vorgänger heranreicht, liegt vor allem an der höheren Systemleistung und dem besseren Display.
Das Flaggschiff Nothing Phone (3) schlägt mein Testgerät standesgemäß mit einer Akkulaufzeit von 17 Stunden und 42 Minuten (TURN ON, 09/25). Der Mittelklasse-Konkurrent Samsung Galaxy A57 hält mit 17 Stunden und 6 Minuten eine gute Stunde länger durch als mein Testgerät (TURN ON, 05/26).
Ich habe meinem Testgerät einmal vollständig von 0 auf 100 Prozent aufgeladen, mein 45-Watt-Netzteil deckt allerdings nicht die volle 50-Watt-Ladeleistung des Akkus ab. Dennoch benötigt die Ladung nur 53 Minuten, was ein hervorragender Wert ist.
Das Nothing Phone (4a) Pro lässt sich zwar nicht kabellos aufladen, dafür bietet es mit kabelbasiertem Reverse-Charging (7,5 W) eine nette Powerbank-Funktion, mit der du deinen Bluetooth-Kopfhörern unterwegs eine kleine Ladung verpassen kannst.
Zusammenfassung zum Test des Nothing Phone (4a) Pro: Gut mit netten Premium-Features
Mit dem Phone (4a) Pro ist Nothing erneut ein empfehlenswertes Mittelklasse-Smartphone gelungen. Das Gerät hat mich mit seiner (fast) typischen Nothing-Optik und Premium-Features wie dem 144-Hertz-Display und der starken Periskopkamera überzeugt. Dazu kommen eine ausgezeichnete Mittelklasse-Leistung, eine sehr gute Hauptkamera sowie eine lange Akkulaufzeit und kurze Ladezeit.
Auch die neu aufgesetzte Glyph-Matrix, die deutlich mehr praktische Funktionen bietet als die drei LED-Streifen des Vorgängers, gefällt mir sehr gut.
Kritikpunkte sind für mich das in der Sonne stark spiegelnde Display, die schwache Ultraweitwinkelkamera und die teilweise immer noch unausgereiften KI-Features, insbesondere die Essential News. Dass Nothing erstmals auf die transparente Rückseite verzichtet, finde ich schade, doch dank des ebenfalls schicken Aluminium-Unibodys kann ich das verschmerzen.

TURN ON
Wer ein gutes Mittelklasse-Handy mit starker Kamera für den Alltag sucht, dass sich optisch vom Einheitsbrei der Galaxys und iPhones dieser Welt abhebt, darf hier zuschlagen.
Wenn dir eine fehlende 144-Hertz-Bildwiederholrate sowie eine etwas geringere Bildschirmhelligkeit und Leistung nichts ausmachen, ist die Basisvariante Nothing Phone (4a) aber die bessere Wahl. Bei diesem Modell brauchst du auch nicht auf die transparente Rückseite zu verzichten, zudem kostet es deutlich weniger Geld.
Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten
Alternativen mit guten Testergebnissen zum Nothing Phone (4a) Pro
- Das Basismodell Nothing Phone (4a) ist auf einem sehr ähnlichen Level wie das Pro-Modell. Die Unterschiede: eine maximale Bildwiederholrate von 120-Hertz, eine um etwa 500 Nits geringere Spitzenhelligkeit und ein etwas schwächeren Prozessor. Außerdem kannst du mit der Periskopkamera lediglich 70- statt 140-fach zoomen. Dafür bezahlst du deutlich weniger. Computer Bild (06/26) vergibt die Note „gut“ (1,8).
- Das Samsung Galaxy A57 ist das Mittelklasse-Topmodell des Herstellers und in seiner Preisklasse die Messlatte für Android-Handys. Vom Display über die Kamera bis zur Leistung hat das Gerät kaum Schwächen. Im TURN ON Test des Samsung Galaxy A57 vergebe ich 4 von 5 Punkten (05/26).
Weitere gute Alternativen entdeckst du unter den besten Preis-Leistungs-Handys. Außerdem bei den besten Smartphones bis 500 Euro sowie bei den besten Smartphones bis 400 Euro.
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