
Huawei Watch GT 6 Pro im Test: Außen Smartwatch, innen Sportuhr
Inhalt
- Fazit zum Test der Huawei Watch GT 6 Pro
- Huawei Watch GT 6 Pro im Test: Die wichtigsten Infos zur Smartwatch
- Huawei Watch GT 6 Pro vs. Huawei Watch GT 6
- So habe ich die Huawei Watch GT 6 Pro getestet
- Design & Komfort: Hochwertige Materialien fallen ins Gewicht
- Display & Bedienung: Scrollen mit digitaler Krone
- App & Einrichtung: Einige Hürden zu überwinden
- Gesundheitstracking: Die Uhr sagt dir, was du fühlst
- Schlaftracking: Probleme beim Erkennen der Schlafphasen
- Fitnesstracking: Interessant für Radfahrer (ohne teures Equipment)
- Smartwatch-Funktionen: Eingeschränktes Huawei-Ökosystem
- Akkuleistung getestet: Hält mit den besten Sportuhren mit
- Zusammenfassung zum Test der Huawei Watch GT 6 Pro: Ziemlich fit, wenig smart
- Gute Alternativen zur Huawei Watch GT 6 Pro
- Huawei Watch GT 6 Pro im Test: Häufige Fragen beantwortet

TURN ON
Die Huawei Watch GT 6 Pro sieht zwar aus wie eine klassische Smartwatch, hat aber viel mehr mit Sportuhren gemeinsam – unter anderem die starke Akkulaufzeit. Mehr über ihre Stärken und Schwächen erfährst du in meinem Test.
Zur Autorin: Franzi trägt seit mehr als 10 Jahren Garmin-Uhren und kann die Smartwatches und Fitnesstracker, die sie schon getestet hat, langsam nicht mehr zählen. Sie schreibt seit 2014 für TURN ON und interessiert sich vor allem für Wearables, Kopfhörer und Drohnen.
Fazit zum Test der Huawei Watch GT 6 Pro
Die Huawei Watch GT 6 Pro ist eine starke Sportuhr im Design einer klassischen Smartwatch. Sie bietet viele Gesundheits- und Sportfunktionen, darunter EKG, Sturzerkennung und eine Pulswellenanalyse zur Erkennung von Herzrhythmusstörungen. Sportler können mit der robusten Uhr aus Titan bis zu 40 Meter tief tauchen, Offline-Karten nutzen und ihre virtuelle Leistung beim Radfahren einsehen.
Ein riesiger Pluspunkt ist in meinen Augen die Akkulaufzeit von 1 bis 2 Wochen je nach Nutzungsintensität. Auch das große, helle Display überzeugt mich im Test. Zu den Schwächen zähle ich die wenigen smarten Features, die zum Teil nur mit Huawei-Smartphone funktionieren. Auch die Einschränkung durch fehlende Google-Dienste solltest du beachten.
Vorteile und Nachteile der Huawei Watch GT 6 Pro
Vorteile
- robustes Gehäuse aus Titanlegierung, Display mit Saphirglas
- großes Display mit bis zu 3.000 Nits
- einfache Bedienung mit drehbarer Krone
- viele Sportfunktionen, inkl. virtueller Leistung beim Radfahren
- viele Gesundheitsfunktionen und präzise Daten
- sehr lange Akkulaufzeit
Nachteile
- wenige smarte Funktionen
- keine LTE-Option
- eingeschränktes Huawei-Ökosystem
- keine Google-Dienste
- zu viel Werbung in der App
Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten
Huawei Watch GT 6 Pro im Test: Die wichtigsten Infos zur Smartwatch
Die Huawei Watch GT 6 Pro ist das Topmodell der Watch-GT-6-Serie. Von der Standardversion unterscheidet sie sich durch höherwertige Materialien und einige Zusatzfunktionen. Die 46 Millimeter große Smartwatch besitzt ein Titangehäuse und ein 1,47 Zoll großes Saphirglas-Display. Sie ist bis 50 Meter wasserdicht und fürs Tauchen bis zu einer Wassertiefe von 40 Metern geeignet.
Im Vergleich zur Huawei Watch GT 6 hat die Pro ein paar mehr Gesundheitsfunktionen: Sie kann ein EKG aufzeichnen, die arterielle Steifigkeit bestimmen und mittels Pulswellenanalyse eventuelle Herzrhythmusstörungen erkennen. Mit mehr als 100 Sportmodi, einem virtuellen Powermeter für Radfahrer und Offline-Karten zur Navigation setzt die GT 6 Pro einen starken Sportfokus.
In der folgenden Tabelle kannst du das Pro-Modell mit der Standardvariante vergleichen.
So habe ich die Huawei Watch GT 6 Pro getestet
Ich habe die Huawei Watch GT 6 Pro 10 Tage lang im Alltag getestet – und nur einmal zum Laden abgenommen. In diesem Zeitraum habe ich täglich Work-outs aufgezeichnet, darunter viele Outdoor-Radtouren (insgesamt 192 km). Außerdem habe ich die Gesundheitsfunktionen wie EKG, Pulswellenanalyse und Messungen von arterieller Steifigkeit mehrfach ausprobiert. Nachts habe ich mit der Huawei-Uhr meinen Schlaf getrackt.
Als Referenzgeräte für Fitness- und Gesundheitsdaten habe ich meinen Garmin Forerunner 970 und (bei Work-outs) den Polar-Brustgurt H10 getragen, der präzisere Herzfrequenzdaten liefert als Wearables am Handgelenk. Die Huawei-Health-App habe ich auf meinem Google Pixel 10 installiert.
Weder der Hersteller Huawei noch MediaMarkt haben auf meinen redaktionellen Praxistest Einfluss genommen. Im Folgenden erfährst du meine Eindrücke von verschiedenen Aspekten der Huawei Watch GT 6 Pro.

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Design & Komfort: Hochwertige Materialien fallen ins Gewicht
Die unterschiedlichen Modelle der Huawei-Watch-GT-6-Serie unterscheiden sich optisch deutlich. Während die Huawei Watch GT 6 in der kleinen 41-Millimeter-Variante eher feminin daherkommt, wirkt die Pro-Version wuchtiger und robuster. Vergleicht man sie hingegen mit typischen Sportuhren, hat sie einen edleren, eher klassischen Smartwatch-Look.
Mit ihrem 46-Millimeter-Gehäuse aus Titanlegierung ist die GT 6 Pro kein Leichtgewicht: Unsere Küchenwaage misst 79 Gramm inklusive Armband. Zum Vergleich: Mein Garmin Forerunner 970 mit 47-Millimeter-Gehäuse wiegt nur 57 Gramm. Die Huawei-Smartwatch ist damit keine Uhr, die man anlegt und vergisst. Nachts hat sie mich trotzdem nicht gestört.
Die Huawei Watch GT 6 Pro ist nicht nur bis 50 Meter wasserdicht. Du kannst sie auch bei Tauchgängen bis zu einer Wassertiefe bis 40 Metern tragen. Dafür ist sie sogar mit einem Tiefensensor ausgestattet.

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Display & Bedienung: Scrollen mit digitaler Krone
Das Display der Huawei Watch misst 1,47 Zoll und ist mit bis zu 3.000 Nits hell genug für den Outdoor-Einsatz bei strahlendem Sonnenschein. Die Größe des Screens sorgt in meinen Augen für ein angenehmes Bedienerlebnis: Alle Bildschirminhalte sind gut zu erkennen, und beim Sport hast du viele Metriken gleichzeitig im Blick.
Auch beim Display kommen Premiummaterialien zum Einsatz. Der Screen der Pro-Version wird von Saphirglas geschützt, was meiner Erfahrung nach deutlich widerstandsfähiger gegen Kratzer ist als Mineralglas. Meine eigene Saphirglas-Uhr trage ich daher auch beim Indoor-Klettern an der rauen Wand.

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Zur Bedienung der Huawei Watch GT 6 Pro gibt’s zwei Knöpfe: eine flache Taste am unteren rechten Rand und eine digitale Krone am oberen rechten Rand. Standardmäßig führt die untere Taste in den Sportmodus, sie lässt sich aber auch anders belegen.
Mit der digitalen Krone rufst du die App-Übersicht auf und scrollst durch die Auswahl. Das ziehe ich in der Praxis tatsächlich oft dem Wischen über den Touchscreen vor. Vor allem im Sommer, wenn ich sonst ständig Sonnencreme-Spuren auf dem Bildschirm hinterlasse. Ansonsten kannst du die bekannten Wischgesten in alle Richtungen nutzen, um die Huawei Watch GT 6 Pro zu bedienen. Das funktioniert intuitiv und gut.
App & Einrichtung: Einige Hürden zu überwinden
Pluspunkt: Die Huawei Watch GT 6 Pro ist mit iOS und Android kompatibel. Aber: Bis die Uhr einsatzbereit ist, musst du auf vielen Smartphones einige Hürden überwinden. Das fängt damit an, dass es die zur Einrichtung nötige Huawei-Health-App nicht im Google Play Store gibt. Immerhin findest du sie im App Store von Apple und im Samsung Galaxy Store.
Für mein Pixel 10 musste ich sie von der Huawei-Seite herunterladen. Dafür musste ich dem Browser erst einmal den Download und die Installation von Apps aus unbekannten Quellen erlauben. Erst dann konnte ich ein Huawei-Benutzerkonto anlegen und die Smartwatch mit meinem Smartphone koppeln.
Obwohl das Koppeln im Test einwandfrei funktionierte, trennten sich Handy und Uhr anfangs ab und zu wieder. Ich musste die Smartwatch also mehrfach mit dem Smartphone koppeln, dann blieb die Verbindung stabil.

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Etwas nerviger fand ich, dass die Uhr für jede App und jedes Widget zunächst eine zweifache Zustimmung zum Datenschutz und zu Endbenutzer-Lizenzverträgen fordert. Du musst also zweimal „Zustimmen“ auf dem Display antippen, bevor du dir zum Beispiel die Trainingsaufzeichnungen auf der Huawei Watch GT 6 Pro ansehen kannst.
Für umfangreichere Datenauswertungen wechselst du in die Huawei-Health-App auf dem Smartphone. Dort findest du eine übersichtliche Startseite mit den wichtigsten Infos auf einen Blick, detailliertere Auswertungen in den unterschiedlichen Bereichen und – leider – ganz schön viel Werbung.

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Ab und zu musst du Werbe-Pop-ups wegklicken, um an die gewünschte Übersicht zu kommen. An anderer Stelle versucht Huawei, dir die kostenpflichtigen Premiumfunktionen der App schmackhaft zu machen. Bezahlen musst du etwa einen Großteil der Watchfaces, viele Work-out-Videos im Trainingsbereich und einige intelligente Trainingspläne.

Huawei/Screenshots: TURN ON
Gesundheitstracking: Die Uhr sagt dir, was du fühlst
Die Watch GT 6 Pro bietet alles, was Huawei in Sachen Gesundheitstracking derzeit im Programm hat. Sie misst und ermittelt folgende Werte:
- Herzfrequenz
- Ruheherzfrequenz
- Herzfrequenzvariabilität
- Blutsauerstoffsättigung
- Atemfrequenz
- Hauttemperatur
- Stresslevel
- arterielle Steifigkeit
Auch folgende Funktionen gehören zu ihrem Repertoire:
- EKG-Funktion
- Pulswellenanalyse von Herzrhythmusstörungen (inklusive Warnung bei Unregelmäßigkeiten)
- Warnungen bei niedrigen oder hohen Herzfrequenzwerten
- Zyklustracking
Damit liegt der Fokus auf der Analyse der Herz- und Gefäßgesundheit. Auch eine Sturzerkennung ist mit an Bord. Gut zu wissen: Viele der Gesundheitsfunktionen, etwa die EKG-Funktion und die Pulswellenanalyse, sind in der EU als Medizinprodukt zertifiziert und damit verlässlicher als ähnliche Funktionen bei günstigen Fitnesstrackern.

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Positiv im Vergleich zu vielen anderen Gesundheitstrackern fällt mir auf, dass die Huawei-Health-App bei der Analyse hilfreiche Erklärungen zu den einzelnen Werten liefert. Schließlich weiß nicht jeder, was es mit der Herzfrequenzvariabilität (HRV) auf sich hat oder welche Werte beim Messen der arteriellen Steifigkeit gut oder schlecht sind.
Bei der Stressanalyse weiß ich hingegen nicht so recht, was ich davon halten soll. Hier verfolgt Huawei einen anderen Ansatz als viele andere Smartwatch-Hersteller. Du kannst dir nicht nur unterschiedliche Level von Stress anzeigen lassen. Die Watch GT 6 Pro versucht auch, die aus HRV und Hautleitfähigkeit ermittelten Werte in Emotionen zu übersetzen. Die Smartwatch sagt mir dann in ruhigen Momenten, ich hätte angenehme Emotionen, und in stressigen Momenten, ich hätte unangenehme Emotionen. Das trifft in meinen Augen aber nicht immer zu.

Huawei/Screenshots: TURN ON
Schlaftracking: Probleme beim Erkennen der Schlafphasen
Auch bei der Schlafanalyse bietet die Huawei Watch GT 6 Pro alle aktuell gängigen Funktionen. Sie trackt:
- Schlafdauer
- Schlafkontinuität
- Einschlafzeit & Aufwachzeit
- Dauer der Schlafphasen (Tiefschlaf, Leichtschlaf, REM-Schlaf)
- Atemfrequenz
- Hauttemperatur
- Herzfrequenzvariabilität
- Blutsauerstoffsättigung
- Nickerchen
Zusätzlich gibt’s die Möglichkeit, eine Schlafatmungs-Überwachung einzustellen. Die Smartwatch ermittelt dann das persönliche Risiko für Schlafapnoe.
Am Morgen erhältst du von der Huawei-Health-App einen Schlafbericht mit einem Schlaf-Score zwischen 0 und 100 – plus Einordnung, wie viel besser oder schlechter dieser Wert ist als bei anderen Huawei-Nutzern. Weiterführende Analysen machen Trends sichtbar und liefern Informationen zu möglichen Auswirkungen.

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Was die Genauigkeit des Schlaftrackings angeht, gibt es noch Luft nach oben. Laut Test von The Quantified Scientist (09/25) hat die Watch GT 6 Pro vor allem Probleme damit, die unterschiedlichen Schlafphasen richtig zu erkennen. Der Tester hat die Smartwatch mit einem EEG-Gerät verglichen, das die Hirnströme im Schlaf misst. Vor allem beim REM-Schlaf gab es deutliche Abweichungen im Vergleich zum EEG-Gerät.
Ich habe das Schlaftracking der Watch GT 6 Pro mit dem meines Garmin Forerunner 970 verglichen: Auch in meinem Test lagen die Werte für die verschiedenen Schlafphasen teilweise sehr deutlich auseinander. Tendenziell hat mir die Huawei-Uhr zudem immer etwas mehr Schlaf und einen besseren Schlaf-Score zugeschrieben.
Was definitiv nicht stimmte, war die Häufigkeit des nächtlichen Aufwachens. Laut Huawei: zweimal. Tatsächlich kann ich mich aber an deutlich mehr Wachphasen erinnern, in denen ich darüber nachgedacht habe, was ich gerade geträumt hatte.
Fitnesstracking: Interessant für Radfahrer (ohne teures Equipment)
Eine viel bessere Figur macht die Huawei Watch GT 6 Pro beim Sporttracking. Die Smartwatch bietet ab Werk mehr als 100 verschiedene Sportmodi, wovon sich 29 gleichzeitig auf der Uhr speichern lassen. Für Golfer sind Karten von mehr als 17.000 Golfplätzen weltweit an Bord, Wassersportler können den Tauchmodus (inklusive Tiefensensor) in bis zu 40 Metern Tiefe nutzen.
Für Läufer und alle, die es werden wollen, gibt es folgende Features:
- den sogenannten Running Ability Index (RAI), eine Einschätzung der aktuellen Laufleistung basierend auf Herzfrequenz und Tempo
- eine VO2Max-Schätzung
- Infos zur Trainingsbelastung und Erholungszeit
- Laufeffizienzdaten wie Bodenkontaktzeit und vertikale Bewegung
- individuelle Trainingspläne basierend auf deinen Zielen

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Die Watch GT 6 Pro will aber nicht nur Golfer und Läufer ansprechen. Huawei richtet sich auch explizit an Radfahrer – vor allem solche, die noch kein teures Rennrad-Set-up inklusive Powermeter haben. Denn die Smartwatch ermittelt laut Hersteller auch die virtuelle Leistung beim Radfahren, basierend auf Geschwindigkeit, Steigung/Gefälle, Größe und Gewicht des Fahrers, Gewicht des Rads und Herzfrequenz.
Dieser Wert ist eher als Schätzung, wenn auch als fundierte Schätzung zu verstehen. Denn er berücksichtigt standardmäßig nicht die Windrichtung und -geschwindigkeit – vor allem hier in Norddeutschland hat das aber einen großen Einfluss auf die Leistung. Trotzdem finde ich das Feature für Radfahrer wie mich ohne Powermeter am Rad sinnvoll. Immerhin kann ich die Werte von verschiedenen Radtouren miteinander vergleichen und Entwicklungen erkennen.

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Sowohl fürs Laufen als auch fürs Radfahren sind die Offline-Karten hilfreich. Wer möchte, kann auch Kopfhörer mit der Watch GT 6 Pro verbinden, um die Sprachanweisungen des Navis zu hören. Da keine Google-Dienste für Huawei-Geräte verfügbar sind, kannst du allerdings nicht mit Google Maps arbeiten. Zudem musst du die Karten auf dem Smartphone herunterladen und per Bluetooth an die Uhr übertragen.

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Bei der GPS-Genauigkeit stellt The Quantified Scientist (09/25) ein paar Ungenauigkeiten im Detail fest. Die Huawei-Smartwatch verfügt über ein Dual-Band-GPS, das zwei Frequenzbänder nutzt und alle fünf großen Satellitensysteme verwendet (GPS, GLONASS, Galileo, Beidou, QZSS). Es ist für den Hobbyeinsatz ausreichend genau, reicht aber nicht ganz an die Präzision von dedizierten Sportuhren von Garmin oder Suunto heran.
Ganz Witzig: Die GPS-Aufzeichnung deiner Radtour kannst du dir in der Huawei-Health-App als animiertes Video anzeigen lassen – ähnlich wie bei Strava.

Huawei/Screenshots: TURN ON
Besser als um die GPS-Genauigkeit ist es um die Präzision der Herzfrequenzmessung bestellt. Sowohl The Quantified Scientist (09/25) als auch ich haben im Test nur geringe Abweichungen zu Messungen mit dem Polar-Brustgurt H10 festgestellt. Bei Indoor-Läufen, Outdoor-Radtouren und leichten Work-outs wie Pilates oder Mobility lagen beide Geräte im Schnitt maximal 2 Schläge pro Minute auseinander.
Anders ist das nur beim Krafttraining – aber das gilt für alle Fitnesstracker, die am Handgelenk getragen werden. Dabei treten die bekannten zeitlichen Verzögerungen auf: Plötzliche Pulsspitzen werden nicht immer sofort erfasst. Hierbei solltest du eher einen Pulsgurt tragen.

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Sehr gut hat wiederum die automatische Work-out-Erkennung der Huawei Watch GT 6 Pro funktioniert. Sowohl Laufen als auch Radfahren hat die Smartwatch innerhalb weniger Minuten registriert. Beim Laufen musste ich dann nur noch auswählen, ob ich gerade draußen oder drinnen auf dem Laufband unterwegs bin. Beim Radfahren startete selbst die GPS-Aufzeichnung automatisch.
Smartwatch-Funktionen: Eingeschränktes Huawei-Ökosystem
Auch wenn die Huawei Watch GT 6 Pro optisch mehr Smartwatch als Sportuhr ist, sieht es beim Blick auf die smarten Funktionen eher mau aus. Das liegt vor allem daran, dass das Huawei-Ökosystem im Vergleich zu anderen Systemen eingeschränkter ist und zum Beispiel keinen Zugang zu Google-Diensten hat.
Die App-Auswahl ist geringer als bei der Apple Watch oder bei Wear-OS-Smartwatches. Mobiles Bezahlen und die Funktion als Kamera-Fernauslöser stehen nur Besitzern von Huawei-Smartphones zur Verfügung. Außerdem kann die Watch GT 6 Pro zwar die Musik auf dem Smartphone steuern, bietet aber keinen eigenen Musikspeicher.

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Wenn du mit der Smartwatch telefonieren möchtest, funktioniert das nur, wenn dein Smartphone per Bluetooth verbunden ist. Eine LTE-Variante der Watch GT 6 Pro gibt es nicht. Bluetooth-Anrufe funktionierten im Test aber einwandfrei. Ich konnte mein Gegenüber sehr gut verstehen und fand es praktisch, die Lautstärke einfach über die digitale Krone anpassen zu können.
Akkuleistung getestet: Hält mit den besten Sportuhren mit
Was die Huawei Watch GT 6 Pro den gängigen Smartwatches von Apple, Google und Samsung voraushat, ist die Akkulaufzeit. Hier hält sie mit den aktuell besten Sportuhren mit. Die von Huawei versprochenen bis zu 21 Tage finde ich zwar etwas optimistisch – dafür dürftest du die Smartwatch vermutlich nur als Zeitanzeige nutzen. Doch auch mit sehr intensiver Nutzung kam ich im Test auf gute 7 Tage Laufzeit.
Nach 7 Tagen mit 14 aufgezeichneten Work-outs, insgesamt 160 Kilometern Outdoor-GPS-Tracking, mehrfacher EKG-Aufzeichnung und Pulswellenanalyse und mit aktivierter nächtlicher Blutsauerstoffmessung hatte die Huawei-Smartwatch noch 5 Prozent Akku übrig. Mit etwas moderaterer Nutzung – und vor allem weniger Outdoor-Tracking – sollten Akkulaufzeiten von rund 2 Wochen möglich sein.

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Zum Laden legst du die Uhr auf den mitgelieferten Ladepuck mit USB-A-Ladekabel. Das kabellose Laden dauert gut 1,5 Stunden. Hast du weniger Zeit, reichen 10 Minuten am Strom für mehr als einen Tag Nutzung.
Zusammenfassung zum Test der Huawei Watch GT 6 Pro: Ziemlich fit, wenig smart
Die Huawei Watch GT 6 Pro ist ein kleiner Wolf im Schafspelz: äußerlich klassische Smartwatch, im Inneren Sportuhr durch und durch. Ihre Stärken liegen klar beim Gesundheits- und Fitnesstracking mit ihren vielen Funktionen und präzisen Daten. Nur beim Schlaftracking gibt es noch Luft nach oben.
Die smarten Funktionen sind eher überschaubar – vor allem, wenn du kein Huawei-Handy besitzt. Bluetooth-Anrufe sind eine nette Funktion, die ich öfter genutzt habe, als ich gedacht hätte, aber eine LTE-Version gibt es nicht.

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Ein großer Pluspunkt ist die starke Akkulaufzeit von 1 bis 2 Wochen je nach Nutzungsintensität. Das liegt auf dem Niveau der aktuell besten Sportuhren.
Die Huawei Watch GT 6 Pro richtet sich zum einen an gesundheitsorientierte oder sportliche Personen, die ihre Smartwatch auch zu eleganteren Outfits kombinieren und im Büro tragen möchten. Zum anderen ist sie für Rennradfahrer wie mich ohne teures Equipment interessant. Wenn du zum Beispiel gerade erst mit dem Sport beginnst und gerne einen Einblick in deine Leistung hättest, ist die Sportuhr eine gute Wahl.
Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten
Gute Alternativen zur Huawei Watch GT 6 Pro
- Für Frauen und Personen mit schmaleren Handgelenken eignet sich die etwas filigranere Huawei Watch GT 6 besser. Computer Bild (09/25) bewertet sie im Test mit „gut“ (2,0).
- Noch günstiger als die Huawei-Watch-GT-6-Serie erhältst du die Amazfit Active Max. Mein Kollege hat die Smartwatch mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis getestet und vergibt 4 von 5 Punkten im TURN ON Test der Amazfit Active Max (02/26).
- Für iPhone-Besitzer ist die Apple Watch Ultra 3 eine teurere, aber leistungsstarke Alternative zur Huawei-Uhr. Ich habe die Smartwatch bei einem Trail-Race getragen und vergebe 4 von 5 Punkten im TURN ON Test der Apple Watch Ultra 3 (01/25).
- Für Sportbegeisterte mit größerem Budget ist die Garmin Fenix 8 eine lohnenswerte Alternative. Ich habe die Pro-Version mit LTE- und Satellitenkommunikation getestet und vergebe 4,5 von 5 Punkten für den Einsatz bei Off-Grid-Abenteuern (12/25) im TURN ON Test der Garmin Fenix 8 Pro. Die Fenix 8 schneidet im Test von Connect (Ausgabe 02/25) mit der Note „sehr gut“ (474 von 500 Punkten) ab.
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