
Fitbit Air im Test: Kein Whoop-Killer – und trotzdem die bessere Alternative
Inhalt
- Fazit zum Test des Fitbit Air
- Fitbit Air im Test: Die wichtigsten Infos zum displaylosen Fitnesstracker
- So habe ich das Fitbit Air getestet
- Design & Komfort: Der kleinste & leichteste displaylose Fitnesstracker
- App & Bedienung: Keine Tasten, nur eine Status-LED
- Gesundheitstracking: Alle Basics ohne Abo
- Schlaftracking: Eine der aktuell besten (und günstigsten) Optionen
- Fitnesstracking: Gut für Hobbysportler, aber nicht ohne Bugs
- Health Premium im Abo: Der bisher beste KI-Coach ist etwas nachtragend
- Akkuleistung getestet: Mehr Ausdauer, als der Hersteller verspricht
- Zusammenfassung zum Test des Fitbit Air: Mit Abo oder ohne – das ist hier die Frage
- Gute Alternativen zum Fitbit Air
- Fitbit Air im Test: Häufige Fragen beantwortet

TURN ON
Das Fitbit Air tritt als displayloser Fitnesstracker vor allem gegen das Whoop an. Warum der Tracker aus dem Google-Universum für die meisten die bessere Wahl ist, erfährst du in meinem Test.
Zur Autorin: Franzi trägt seit mehr als 10 Jahren Garmin-Uhren und kann die Smartwatches und Fitnesstracker, die sie schon getestet hat, langsam nicht mehr zählen. Sie schreibt seit 2014 für TURN ON und interessiert sich vor allem für Wearables, Kopfhörer und Drohnen.
Fazit zum Test des Fitbit Air
Das Fitbit Air von Google ist ein kleines, leichtes und günstiges Fitnessarmband ohne Display. Im Test punktet es mit hohem Tragekomfort, einfacher Bedienung und vergleichsweise präzisem Tracking. Die Basisfunktionen sind ohne kostenpflichtiges Abo nutzbar – alle getrackten Daten kannst du ohne Extra-Kosten einsehen.
Entscheidest du dich für ein Health-Premium-Abo, bekommst du einen KI-Coach dazu, der proaktive Auswertungen, Trainingsempfehlungen und Tipps zu Sport, Erholung, Schlaf und Gesundheit liefert. Das funktioniert in der Regel gut, ist in meinen Augen aber vor allem für Anfänger empfehlenswert. Ansonsten überfrachten die KI-Infos schnell die ansonsten schön übersichtliche Google-App.
Mit einer Akkulaufzeit von gut einer Woche ist das Fitbit Air gut aufgestellt. Im Konkurrenzumfeld der displaylosen Fitnesstracker ist das Google-Wearable die beste Option für die meisten Menschen.
Vorteile und Nachteile des Fitbit Air
Vorteile
- preiswert
- ohne Abo nutzbar
- schlank, leicht und bequem
- automatische Trainingserkennung
- präzises Schlaftracking
- lange Akkulaufzeit
- mit iOS und Android kompatibel
Nachteile
- kein GPS
- nicht mit externen Sensoren koppelbar
- Bugs bei der Datenanalyse
- Aussagen des KI-Coachs sind mit Vorsicht zu genießen
Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten
Fitbit Air im Test: Die wichtigsten Infos zum displaylosen Fitnesstracker
Das Fitbit Air ist ein displayloses Fitnessarmband, das unauffälliges und ablenkungsfreies Alltagstracking bietet. Im Vergleich zu anderen displaylosen Trackern wie dem Whoop 5.0, dem Amazfit Helio Strap und dem Polar Loop fällt das Fitbit Air deutlich schmaler und leichter aus. Die Akkulaufzeit beträgt rund eine Woche.
Der Fitnesstracker bietet grundlegendes Fitness- und Gesundheitstracking inklusive Schlafanalyse ohne kostenpflichtiges Abo. Entscheidest du dich für eine kostenpflichtige Health-Premium-Mitgliedschaft bekommst du außerdem einen KI-Coach dazu, der personalisierte Fitnesspläne erstellt und proaktive Analysen liefert. Zudem steht dir als Health-Premium-Kunde eine Mediathek mit geführten Work-outs, Meditationen und Entspannungsübungen zur Verfügung.
In der folgenden Tabelle kannst du die gängigsten displaylosen Fitnessarmbänder miteinander vergleichen.
| Eigenschaftsname | Fitbit Air | Whoop 5.0 | Amazfit Helio Strap | Polar Loop |
|---|---|---|---|---|
| Armbandbreite | 17 mm | 24 mm | 24,3 mm | 27 mm |
| Gewicht (inkl. Armband) | 12 g | 26,5 g | 20 g | 29 g |
| kompatibel mit | Android, iOS | Android, iOS | Android, iOS | Android, iOS |
| Akkulaufzeit (Herstellerangabe) | bis zu 7 Tage | 14+ Tage | bis zu 10 Tage | bis zu 8 Tage |
| wasserdicht bis | 50 m | 10 m | 50 m | 30 m |
| Abo-Pflicht | ||||
| (optionale) Abo-Kosten | 8,99 €/Monat, 99,99 €/Jahr | ab 199 €/Jahr, bis 399 €/Jahr | – | – |
| Testurteil | 4 von 5 Punkten | 4 von 5 Sternen (Tom’s Guide, 11/25) | 4 von 5 Sternen (Trusted Reviews, 09/25) | 3 von 5 Sternen (Trusted Reviews, 12/25) |
So habe ich das Fitbit Air getestet
Ich habe das Fitbit Air fast drei Wochen lang im Alltag getragen – und nur zum Laden und Duschen abgenommen. Nicht, weil es nicht wasserdicht wäre, sondern weil mir das Stoffarmband zu lange zum Trocknen braucht. Im Testzeitraum habe ich täglich Work-outs aufgezeichnet: viele Radtouren, ein paar Läufe auf dem Laufband und etwas Krafttraining. Einige Trainingseinheiten habe ich manuell gestartet, andere wurden automatisch vom Fitbit Air erkannt.
Als Referenzgeräte für Fitness- und Gesundheitsdaten habe ich meinen Garmin Forerunner 970 und (bei Work-outs) den Polar-Brustgurt H10 getragen, der präzisere Herzfrequenzdaten liefert als Wearables am Handgelenk. Um zu testen, welchen Benefit ein Health-Premium-Abo bringt, habe ich meinen Test mit der kostenlosen Basisversion gestartet und die Premium-Inhalte erst nach ein paar Tagen freigeschaltet.
Weder der Hersteller Google noch MediaMarkt haben auf meinen redaktionellen Praxistest Einfluss genommen. Im Folgenden erfährst du meine Eindrücke von verschiedenen Aspekten des Fitbit Air.

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Design & Komfort: Der kleinste & leichteste displaylose Fitnesstracker
Es gibt mittlerweile einige displaylose Fitnessarmbänder auf dem Markt – aber keines ist so schlank und leicht wie das Fitbit Air. Google hat das Wearable kompromisslos auf Tragekomfort und möglichst störungsfreies Tracking im Alltag ausgelegt. Mit seinen 12 Gramm inklusive Armband vergisst man schnell, dass man es trägt. Zum Vergleich: Das Whoop 5.0 wiegt mit 28 Gramm mehr als doppelt so viel.
Das mitgelieferte Sportarmband hat eine stoffartige Struktur und fühlt sich wirklich angenehm auf der Haut an. Der Verschließmechanismus mit Schnalle und Klettverschluss sorgt dafür, dass das Armband eng am Handgelenk anliegt. Das ist auch wichtig: Da Tracker-Einheit und Armband so schmal sind, besteht die Gefahr, dass Licht zwischen Sensoren und Haut einfällt. In diesem Fall erhältst du keine verlässlichen Herzfrequenzdaten.

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Das Fitbit Air ist laut Herstellerangaben wasserdicht bis 50 Meter. Du darfst es auch beim Schwimmen tragen und kannst (zumindest indoor) Schwimmtrainings aufzeichnen. Fürs Freiwasser-Tracking fehlt ihm ein GPS-Modul. Allerdings würde ich persönlich fürs Schwimmen ein anderes Armband wählen, zum Beispiel aus Silikon. Das stoffartige Sportarmband braucht etwas länger, um zu trocknen.
Zum Glück gibt es bereits Fitbit-Air-Armbänder aus verschiedenen Materialien und in verschiedenen Farben. Was für die Zukunft noch wünschenswert wäre: ein Armband fürs Tragen am Oberarm. Das kann die Genauigkeit der Herzfrequenzmessung erhöhen. Für das Whoop gibt es sogar spezielle Sportkleidung, in der du die Tracker-Einheit tragen kannst. Dann bleibt das Handgelenk frei.
App & Bedienung: Keine Tasten, nur eine Status-LED
Aber wie bedient man einen displaylosen Fitnesstracker? Am Gerät selbst gibt es keinerlei Knöpfe. Daher spielt sich alles über dein Smartphone ab – wie bei einem Smart-Ring etwa. Das Fitbit Air hat lediglich eine kleine LED, die dich über den Akkustatus informieren kann. Tippst du zweimal fest auf die Tracker-Einheit, gibt es folgende Optionen:
- LED leuchtet weiß: Akkustand beträgt zwischen 20 und 100 Prozent
- LED blinkt rot: unter 20 Prozent, Akku sollte bald geladen werden
- LED leuchtet rot: Akkustand kritisch niedrig, sollte sofort geladen werden

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Mit derselben Doppeltipp-Geste schaltest du übrigens auch den Wecker des Fitbit Air aus, sofern du ihn nutzt. Das Fitnessarmband kann zwar keine Töne von sich geben, dich aber per Vibration in einem vorab festgelegten Zeitraum aus einer leichten Schlafphase holen.
Einrichtung und Bedienung des Fitbit Air erfolgen über die Google-Health-App, die im Mai 2026 die ehemalige Fitbit-App abgelöst hat. Die App ist schön übersichtlich – vor allem in der kostenlosen Basisversion. Auf der Startseite findest du die Übersicht über den aktuellen Tag. Welche Daten oben prominent in den Kacheln angezeigt werden, kannst du selbst bestimmen. Unten wechselst du durch Reiter und gelangst zu den Übersichtsseiten für Fitness, Schlaf und Gesundheit.

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Wenn du ein optionales Abo für Google Health Premium abschließt, wird die App deutlich voller. Der KI-Coach meldet sich morgens, abends und nach Trainingseinheiten mit Übersichten, Tipps oder Fragen. Die „Heute“-Übersicht wird dadurch mit viel Text gefüllt, und du musst mitunter weiter scrollen, um zu den gewünschten Infos zu gelangen. Je aktiver du bist, desto mehr meldet sich der Coach zu Wort.
Im Fitnessbereich steht dir mit dem kostenpflichtigen Abo eine Mediathek zur Verfügung. Diese bietet viele verschiedene Work-outs, zum Beispiel Krafttrainings, Kardio-Einheiten oder Mobilitätsübungen. Außerdem findest du hier geführte Meditationen zum Schlafen, Übungen zur Stressreduktion und für mehr Achtsamkeit.

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Gesundheitstracking: Alle Basics ohne Abo
Das Gesundheitstracking ist vielleicht der Bereich, in dem die Unterschiede zwischen Basis- und Premium-Version der Google-Health-App am wenigsten auffallen. Auch ohne Abo bekommst du die gängigen Vitalwerte:
- Herzfrequenz
- Ruheherzfrequenz
- Herzfrequenzvariabilität
- Atemfrequenz
- Hauttemperatur
- Blutsauerstoffsättigung
Außerdem bietet das Fitbit Air die Möglichkeit eines Zyklustrackings. Wer möchte, kann sich auch bei außergewöhnlich niedrigen oder hohen Herzfrequenzwerten benachrichtigen lassen. Zudem kann der Tracker Zeichen von Vorhofflimmern erkennen und Nutzer warnen.
Die Gesundheitsseite in der Health App stellt die Daten schön übersichtlich dar – ähnlich wie bei Garmin Connect:

Google/Garmin/Screenshots: TURN ON
Ein Tipp auf einen der Werte führt zu einer weiteren Übersicht mit Verlaufsdaten. Hier kannst du einsehen, wie sich zum Beispiel deine Ruheherzfrequenz über einen Zeitraum von einer Woche, einem Monat, drei Monaten oder einem Jahr entwickelt hat. So lassen sich Trends im Blick behalten.
Mit Google Health Premium kann dir der KI-Coach entsprechende Einsichten geben und Fragen zu Gesundheitsstatistiken beantworten. Du kannst dir also die eigene Auswertung sparen. Zudem gibt er dir personalisierte Tipps.
Wenn du Mahlzeiten tracken möchtest, machst du einfach ein Foto vom Essen und lässt den Coach den Rest erledigen. Dabei gelten aber die üblichen Einschränkungen: Die KI kann die genauen Mengen und Inhaltsstoffe nur schätzen.

TURN ON/Google/Screenshot: TURN ON
Außerdem solltest du die Gesundheitsaussagen der KI teilweise mit Vorsicht genießen. Ich habe den Coach in meinem Test beispielsweise gefragt, was er von einem Snack-Teller mit veganen Würstchen, Erdbeeren, Grissini, Gurke und etwas Schokolade als Post-Work-out-Meal nach einem Intervalltraining auf dem Laufband hält. Der Coach warnte mich dann vor dem Natriumgehalt der Würstchen – dabei ist Salzzufuhr nach einem schweißtreibenden Training durchaus sinnvoll. Darauf angesprochen, gab mir die KI recht:

Google/Screenshots: TURN ON
Im Vergleich zum Whoop 5.0 bietet das Fitbit Air etwas weniger in Sachen Gesundheitsanalyse – dafür bleibt es übersichtlicher und einfacher auszuwerten. Für die meisten Menschen dürften die mit dem Fitbit getrackten Werte ausreichen, von den detaillierteren Statistiken des Whoop-Konkurrenten profitieren vor allem leistungsorientierte Sportler und Longevity-Selbstoptimierer.
Schlaftracking: Eine der aktuell besten (und günstigsten) Optionen
Das Fitbit Air ist eines der aktuell besten Wearables fürs Schlaftracking. Das liegt zum einen an der extrem schlanken Bauweise und dem hohen Tragekomfort, zum anderen zählt es aber auch bei der Präzision zu den derzeit besten Geräten.
Das Fitbit Air trackt und ermittelt:
- Schlafdauer
- Schlafphasen: Tiefschlaf, Leichtschlaf, REM-Phasen
- Zeit bis zum festen Schlaf
- Dauer von Unruhe-Phasen im Schlaf
- Schlafunterbrechungen
- Schlafindex: Wert zwischen 0 und 100, der die Schlafqualität beurteilt
- Schlafeffizienz
- Schlafenszeiten
Mit den Schlafenszeiten behältst du die Regelmäßigkeit deiner Einschlaf- und Aufwachzeiten innerhalb einer Woche im Blick. Gehst du am Wochenende später ins Bett und wachst später auf, kann das zu sozialem Jetlag führen – das erschwert den Start in die nächste Woche. Nutzt du die Premium-Version von Google Health, meldet sich der Coach in diesem Fall mit solchen Hinweisen bei dir und rät dir zu regelmäßigeren Schlafenszeiten.

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Im Konkurrenzvergleich ist das Fitbit Air einer der aktuell präzisesten Schlaftracker. In der Analyse von The Quantified Scientist (05/26), in der eine Reihe von Wearables mit den Daten eines EEG-Geräts verglichen werden, schneidet das Fitbit Air besser ab als die meisten aktuellen Geräte – besser als beispielsweise die Apple Watch Ultra 3, die Pixel Watch 4, die Samsung Galaxy Watch8 und das Whoop MG (Premium-Modell mit mehr Funktionen als das Whoop 5.0).
Das Fitbit Air erfasst die unterschiedlichen Schlafphasen besser als andere Tracker und landet im Test bei einer Präzision von etwa 80 Prozent. Genauer lassen sich Schlafphasen aktuell kaum über Wearables tracken. Dabei solltest du trotzdem im Hinterkopf behalten, dass auch die präzisesten Tracker die Schlafphasen nicht so genau erfassen können wie der Goldstandard, für den du in ein Schlaflabor musst.

Google/Garmin/Screenshots: TURN ON
Tendenziell hat mir das Fitbit Air im Test öfter eine bessere Schlafqualität attestiert als meine Garmin-Uhr. Sowohl die Schlafdauer als auch der Schlafindex fielen besser aus – obwohl ich vom Gefühl eher der Garmin recht gegeben hätte, wenn ich vergleichsweise müde in den Tag gestartet bin. Besser als verschiedene Wearables miteinander zu vergleichen, ist es daher, sich die Langzeit-Trends eines einzigen Geräts anzusehen. Anhand derer kannst du dann Optimierungen vornehmen.
Fitnesstracking: Gut für Hobbysportler, aber nicht ohne Bugs
Ich mache sehr viel Sport. Und so habe ich auch mit dem Fitbit Air täglich Work-outs getrackt oder automatisch erkennen lassen. Das Fitnessarmband kennt ab Werk 41 Sportarten, aber automatisch lassen sich nur folgende tracken:
- Gehen
- Laufen
- Radfahren
- Crosstrainer
- Aerobic
- Rudern
- Wandern
Dazu gibt es ein allgemeines Tracking für alle Aktivitäten mit hoher Herzfrequenz, die nicht direkt zugeordnet werden können. In diesem Fall kannst du die Aktivität im Nachhinein in der Health-App anpassen.
Auch wichtig zu wissen: Je nach Sportart ist eine Mindestdauer von 10 oder 15 Minuten erforderlich. Einige Radfahrten zur Schule, um meine Tochter abzuholen, wurden im Test daher gar nicht erfasst. Kurze Work-outs oder Sportarten, die sich vom Tracker nicht eindeutig unterscheiden lassen, solltest du daher besser manuell starten.

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Ein Nachteil von Wearables dieser Art ist in meinen Augen das fehlende GPS-Modul. Möchtest du die Distanzen bei Radtouren oder die Pace beim Laufen tracken, musst du das verbundene Smartphone mitnehmen.
Und auch dann ist das Tracking meiner Meinung nach nicht ideal: Die aktuelle Geschwindigkeit beim Radfahren ist nicht sehr genau – die Live-Anzeige sprang in meinem Test immer um mehrere Stundenkilometer hoch oder runter: zum Beispiel von 21,6 auf 25,2 km/h und von da auf 28,8 km/h und andersherum. Hinzu kam, dass in der Trainingsübersicht in Google Health sämtliche Höhenmeter fehlten. Bei allen getrackten Radtouren wurden mir 0 Meter angezeigt.

Google/Garmin/Screenshots: TURN ON
Die Genauigkeit der Herzfrequenzmessung ist in meinen Augen ausreichend fürs Sporttracking. Wie die meisten Wearables, die am Handgelenk getragen werden, kommt das Fitbit Air gut mit kontinuierlich ansteigender Herzfrequenz klar. Beim konstanten Laufen lagen der Fitnesstracker und mein Polar-Brustgurt sehr nah beieinander. Nur bei sehr schnellem Pulsanstieg und -abfall, zum Beispiel bei kurzen, intensiven Krafttrainingssätzen, hing das Fitbit Air etwas hinterher. Dann zeigte es noch steigende Herzfrequenzwerte an, während ich mich in der Satzpause bereits erholte.
Übrigens kannst du das Fitbit Air selbst nicht mit externen Sensoren wie einem Brustgurt koppeln. Du kannst die Google-Health-App aber mit anderen Sport-Apps verknüpfen. Das sorgte in meinem Test allerdings für Daten-Wirrwarr.
Nachdem ich Garmin Connect mit Google Health verbunden hatte, wurden mir als „Workout“ auf dem Fitbit getrackte Einheiten als „Lacrosse“ in der App angezeigt. Das Problem lag offenbar an der Schnittstelle zwischen Garmin und Google. Obwohl ich das Training manuell in Google Health gestartet hatte, zog sich die App zusätzlich die Daten meiner Garmin-Uhr – beim Zusammenführen kam es dann zu Fehlern. Außerdem war für mich überhaupt nicht mehr ersichtlich, welche Daten Google Health nun von welchem Tracker bezieht. Daher habe ich die Verbindung für den Test des Fitbit Air schnell wieder gekappt.

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Wenn wir schon beim Thema Bugs sind: An einem Tag zeigte mir die Google-Health-App weniger als 2.000 Schritte an – obwohl ich 7,4 Kilometer laufen war. Offenbar hatte das Armband die Schritte während des Laufs nicht mitgezählt. Eine Nachfrage beim KI-Coach ließ auf einen Synchronisierungsfehler oder Bug des Work-out-Modus schließen. Ärgerlich. Aber immerhin: Mit Google Health Premium kannst du die möglichen Ursachen mit dem Coach besprechen und ihn sogar bitten, die zusätzlichen Schritte nachträglich zu dokumentieren.

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Im Vergleich zu den KI-Lösungen und Coaches von anderen Trackern und Smartwatches ist Googles Lösung in meinen Augen die aktuell beste. Du bekommst damit wirklich individualisierte Tipps und hast einen Ansprechpartner rund um die Uhr. Hast du heute doch mehr Lust auf Krafttraining statt auf Laufen, dann sag’s dem Coach – und er passt deinen Plan entsprechend an. Außerdem erkundigt er sich regelmäßig nach deinem Befinden und nimmt Änderungen vor, wenn du etwa von Müdigkeit oder Muskelkater berichtest.
Aber: Ich empfand den Coach teilweise als etwas zu „nachtragend“. Nachdem ich einen Morgen über etwas Müdigkeit geklagt hatte, griff er diese Info auch Tage später noch in den Trainingsempfehlungen auf. Dabei brauchte ich an dem Tag einfach etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen. Das Gleiche passierte mit Muskelkater, von dem ich ihm erzählte.
Drei weitere Nachteile: Die KI-Antworten dauern teilweise echt lange, sie nehmen insgesamt ziemlich viel Raum in der ansonsten so schön übersichtlichen App ein und sind – wie alle KI-Aussagen – immer mit Vorsicht zu genießen (siehe meine Erfahrungen beim Gesundheitstracking).
Akkuleistung getestet: Mehr Ausdauer, als der Hersteller verspricht
Der Verzicht auf ein Display bringt auch Vorteile mit sich: zum Beispiel eine ordentliche Akkulaufzeit von mehr als einer Woche. Obwohl Google selbst nur bis zu 7 Tage verspricht, schaffte der Tracker in meinem Test gute 8 Tage – mit täglichem Sporttracking. Damit hält das Fitbit Air zwar nicht so lange durch wie das Whoop 5.0, das rund zwei Wochen läuft, aber deutlich länger als viele Smartwatches.

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Zum Laden schließt du das Fitnessarmband an das magnetische Ladekabel mit proprietärem Anschluss an. Ein vollständiger Ladevorgang dauert 90 Minuten, innerhalb von 5 Minuten erhältst du genügend Ladung für einen Tag Laufzeit.
Zusammenfassung zum Test des Fitbit Air: Mit Abo oder ohne – das ist hier die Frage
Das Fitbit Air ist ein displayloser Fitnesstracker, der gutes Basis-Tracking bietet. Und das vollkommen ohne Abo. Möchtest du deine Gesundheit im Blick behalten und hin und wieder deinen Sport (automatisch) aufzeichnen, dann bekommst du mit dem Fitbit Air einen bequemen, unauffälligen und zuverlässigen Begleiter mit einer übersichtlichen App und einfacher Bedienung.
Damit ist das Fitbit Air zwar kein Whoop-Killer, wie es oft genannt wird. Aber die bessere Option für die breite Masse. Die im Vergleich extrem hohen Abokosten des Whoop 5.0 lohnen sich nur, wenn du mit den vielen Daten und Analysen auch etwas anfangen kannst, zum Beispiel als Profi-Sportler.

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Bei der Frage, ob sich der Abo-Aufpreis für den KI-Coach beim Fitbit Air lohnt, bin ich zwiegespalten. Ich persönlich würde ihn wahrscheinlich nicht für Trainingspläne nutzen, allerdings habe ich auch eine Trainerlizenz und kann mir selbst welche erstellen. Für Anfänger kann dieses Feature tatsächlich hilfreich sein. Ich fand ihn aber auch praktisch, um Fragen rund um Bugs oder Einstellungen zu klären, sowie Tipps zum Schlafen und zur Gesundheit.
Mein Tipp: Mach dir selbst ein Bild vom Coach und nutze den dreimonatigen Probezeitraum aus. Danach kannst du immer noch entscheiden, ob dir die Extra-Infos die Extra-Kosten wert sind.
Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten
Im folgenden Video verrät TURN ON Moderator Ilias, für wen sich ein Tracker wie das Fitbit Air eignet:
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Unsere YouTube-Community ist übrigens eher Team Fitnesswatch. Allerdings werden Fitnessarmbänder vermutlich auch erst mit dem Fitbit Air, das auch ohne Abo sinnvoll nutzbar ist, so richtig massentauglich. Also, wer weiß – vielleicht sieht das Ergebnis nächstes Jahr schon ganz anders aus.

Screenshot: TURN ON
Gute Alternativen zum Fitbit Air
- Das Amazfit Helio Strap ist ein komfortables Fitnessarmband ohne Display und ohne Abo-Pflicht, das eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen bietet. GameStar (10/25) vergibt 4 von 5 Sternen und kürt es zum „Preis-Leistungs-Tipp“.
- Das Xiaomi Smart Band 10 besitzt hingegen ein großes OLED-Display, schafft es aber dennoch auf eine Akkulaufzeit von bis zu 2 Wochen. Chip.de (10/25) bewertet den sehr günstigen Fitnesstracker mit der Note „gut“ (2,5).
- Möchtest du im Google-/Fitbit-Universum bleiben, könnte der Fitbit Charge 6 etwas für dich sein. Der Fitnesstracker misst dieselben Daten wie das Fitbit Air, bietet aber ein kleines Display. Du kannst ihn außerdem mit oder ohne kostenpflichtiges Health-Premium-Abo nutzen. PC Welt (02/24) vergibt 4,5 von 5 Sternen.
- Für unauffälliges Fitnesstracking ohne Display empfehlen sich außerdem Smart-Rings wie der Samsung Galaxy Ring. Ich konnte den Ring testen und bin vor allem vom Tragekomfort, der sehr guten Schlafanalyse und der guten Akkulaufzeit angetan. Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Punkten im TURN ON Test des Samsung Galaxy Ring (08/24).
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