TV-Check Deutschland: Die große Städte-Studie zur Fußball-WM 2026

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Auf welchen Fernsehgeräten schaut Deutschland die Fußball-WM? Ein Blick auf 100 Städte zeigt große regionale Unterschiede in Zollgrößen der TV-Bildschirme und deren Anschaffungspreis.
Die Fußball-WM 2026 steht vor der Tür – und das aus deutscher Sicht nicht gerade zur besten Sendezeit. Die frühesten Spiele beginnen, wenn die ersten Menschen hierzulande schon ins Bett gehen. Wer die Partien in Nordamerika dennoch live sehen will, wird das hauptsächlich zu Hause auf dem Sofa tun müssen. Der eigene Fernseher rückt in den kommenden Wochen in vielen Haushalten also wieder in den Mittelpunkt.
Wir haben deshalb pünktlich zur WM 2026 den TV-Check gemacht und uns gefragt: Wo in Deutschland ist man am besten fürs Private Viewing vorbereitet?
Um das herauszufinden, haben wir die Verkaufsdaten seit dem letzten Jahr ausgewertet – aus Online-Bestellungen sowie aus unseren Märkten in den 100 größten deutschen Städten. Wie groß sind die Fernseher im Schnitt, und wie viel wird dafür bezahlt? Außerdem: Wie viel Wohnfläche beansprucht ein TV-Gerät – und was kostet dieser Platz an Miete? Wir haben die Zahlen!
Das Wichtigste im Überblick
- Stadiongefühl im Wohnzimmer: Der Ruhrpott kauft mit durchschnittlich fast 59 Zoll die größten Fernseher in Deutschland und ist damit bestens für die WM vorbereitet.
- Zwei Ligen beim TV-Kauf: Die höchsten durchschnittlichen Anschaffungspreise werden in Esslingen am Neckar mit rund 910 Euro bezahlt, die niedrigsten in Hagen mit rund 452 Euro – ein Unterschied von rund 458 Euro.
- Champions-League bei der TV-Miete: In München kostet der Platz für den Fernseher 557 Euro im Jahr Miete. Deutlich günstiger ist es in vielen ostdeutschen Städten.
- Ausgleich nach 12 Monaten: In München übersteigen die Mietkosten den Kaufpreis schon nach einem Jahr – in Chemnitz erst nach 3,35 Jahren.
Im Ruhrpott stehen die größten Fernseher
Die Größe eines Fernsehers sagt viel über die Prioritäten der Käufer aus. Und tatsächlich unterscheiden sich die durchschnittlich gekauften TV-Größen zwischen den Städten deutlich. An der Spitze steht Gelsenkirchen mit durchschnittlich 58,6 Zoll. Gefolgt von Ratingen (57,2 Zoll), Iserlohn (57 Zoll), Leverkusen (56,9 Zoll) und Bottrop (56,9 Zoll).
Fast alle Top-Städte liegen im Ruhrgebiet oder im Rheinland. Ob das am Fußball liegt? Schalke, Bayer Leverkusen, BVB in Reichweite: Wer die Bundesliga in voller Pracht erleben will, braucht offenbar Platz auf dem Bildschirm. Spätestens zur WM wird der große Fernseher zur Pflichtausstattung fürs heimische Private Viewing.
Am anderen Ende der Skala liegen vor allem ostdeutsche Städte: In Chemnitz beträgt die durchschnittliche Bildschirmgröße nur 48,6 Zoll, in Jena sind es 48,7 Zoll, in Rostock ebenfalls 48,7 Zoll. Auch Dessau-Roßlau (48,8 Zoll) und Dresden (49,1 Zoll) liegen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.
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Wo werden die teuersten Fernseher gekauft?
Nicht nur die Bildschirmgröße unterscheidet sich massiv zwischen den Städten, auch beim Kaufpreis selbst gibt es beachtliche regionale Unterschiede. Während in Hagen das durchschnittliche TV-Preisschild bei 452 Euro liegt, geben Käufer in Esslingen am Neckar im Schnitt 910 Euro aus. Damit beträgt das Budget für ein neues Fernsehgerät dort fast doppelt so viel wie in Hagen.
Zwischen Hagen und Esslingen am Neckar liegen fast 460 Euro
Esslingen am Neckar gibt im Schnitt mit 910 Euro weit mehr für ein neues TV-Gerät aus als jede andere der 100 untersuchten Städte. Nach großem Abstand folgen Ratingen (638 Euro), Nürnberg (635 Euro), Gelsenkirchen (612 Euro) und Köln (612 Euro).
Am anderen Ende der Skala stehen vor allem Städte im Ruhrgebiet und in Ostdeutschland: In Hagen liegt der durchschnittliche Kaufpreis bei nur 452 Euro, in Remscheid bei 458 Euro und in Velbert bei 469 Euro. Auch Hamm (470 Euro) und Siegen (473 Euro) kaufen deutlich günstiger ein.
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Was steckt dahinter? Die Unterschiede lassen sich nicht allein durch die Bildschirmgröße erklären. In Gelsenkirchen wird mit 58,6 Zoll zwar groß gekauft, aber nicht unbedingt teuer (612 Euro). In Esslingen dagegen liegt die durchschnittliche Größe bei nur 51,6 Zoll, der Preis aber bei über 900 Euro. Das kann darauf hindeuten, dass dort häufiger höherpreisige Geräte gewählt werden – etwa durch einen höheren Anteil an Premium-Displaytechnologie (z. B. OLED) und einen größeren Funktionsumfang (z. B. Smart-TV).
Kurzer Exkurs: Der empfohlene Sitzabstand
Maßgeblich für das perfekte Fernseherlebnis ist heute nicht mehr die Sichtbarkeit der Pixel, sondern der Blickwinkel. Ein 40-Grad-Blickwinkel kommt echtem Heimkino-Feeling am nächsten. Diesen Blickwinkel hat man, wenn die Entfernung zwischen Sitzplatz und Fernseher dem 1,5-fachen der Bilddiagonale entspricht.
Wer zu nah am Fernseher sitzt, erkennt schneller einzelne Bilddetails oder muss ein größeres Blickfeld abdecken. Wer zu weit weg sitzt, verschenkt Details und Wirkung. Der richtige Sitzabstand sorgt deshalb für mehr Sehkomfort und hilft dabei, die passende TV-Größe für den Raum zu bestimmen.
Ausgehend vom idealen Sitzabstand lässt sich zudem berechnen, wie viel Wohnfläche ein Fernseher faktisch beansprucht. Denn zwischen Sitzplatz und Bildschirm entsteht ein Blickkorridor, der unverstellt bleiben sollte. Die Fläche berechnet sich aus Bildschirmbreite und idealem Sitzabstand und kann anhand von Mietpreiswerten in einen Geldwert übersetzt werden. Diese Rechnung gibt eine Orientierung, wie hoch der Mietanteil für den Fernseher ist.

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Die teuersten und günstigen Städte zur „TV-Miete“
Wer in München zur Miete wohnt, weiß, dass der Quadratmeterpreis weit über dem Durchschnitt liegt. Entsprechend bemerkbar macht sich dort auch ein Fernseher, der viel Fläche beansprucht. In München sind das im Schnitt rund 2,3 m². Bei 20,44 Euro Miete pro Quadratmeter kommt die Stadt damit auf rund 557 Euro im Jahr – nur fürs „Parken“ des Fernsehers. Damit liegt München mit Abstand an der Spitze.
Dahinter folgen Stuttgart mit rund 422 Euro und Frankfurt am Main mit rund 414 Euro jährlich. Auch in Ludwigsburg (394 Euro), Offenbach am Main (392 Euro) und Köln (388 Euro) ist die TV-Fläche teuer.
Am anderen Ende der Skala stehen vor allem ostdeutsche Städte: In Chemnitz kostet dieselbe Wohnfläche nur rund 149 Euro im Jahr, in Dessau-Roßlau etwa 166 Euro und in Magdeburg rund 187 Euro. Auch Gera (191 Euro) und Cottbus (195 Euro) liegen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.
So schnell übersteigen die Mietkosten den Verkaufspreis
Aufschlussreich ist nicht nur, wie viel TV-Miete man im Jahr zahlt, sondern auch, wann diese Kosten den Kaufpreis überholen. In München passiert das am schnellsten: Dort übersteigen die kumulierten Mietkosten für die TV-Fläche den durchschnittlichen Anschaffungspreis bereits nach rund einem Jahr.

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Direkt dahinter folgen Frankfurt am Main (1,36 Jahre), Stuttgart und Konstanz (jeweils 1,41 Jahre). Auch in Freiburg im Breisgau, Darmstadt und Heidelberg wird der durchschnittliche Kaufpreis nach weniger als anderthalb Jahren durch die „TV-Miete“ überschritten.
Am anderen Ende der Skala dauert es wesentlich länger: In Chemnitz dauert es etwa 3,35 Jahre, bis die TV-Mietkosten den Kaufpreis übersteigen, in Dessau-Roßlau rund 3,1 Jahre und in Gera gut 3,06 Jahre. Hier braucht es also mehr als doppelt so lang wie in München, bis die laufenden Wohnkosten den ursprünglichen Gerätepreis erreicht haben.
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Fazit
Die kommende Fußball-WM 2026 wird durch die Zeitverschiebung in Deutschland für viele vor allem im eigenen Wohnzimmer stattfinden. Unser TV-Check zeigt, welche Städte dafür besonders gut vorbereitet sind. Während im Ruhrpott die größten Fernseher stehen, wird in Esslingen am Neckar besonders viel in die Top-Ausstattung investiert. Für das perfekte Bild ist es mit dem Kauf allerdings noch nicht getan: Neben der von uns berechneten „TV-Miete“ kommen laufende Stromkosten hinzu, die je nach Größe, Helligkeit, Nutzungsdauer und Energieeffizienz des Geräts ins Gewicht fallen – gerade an langen WM-Abenden mit mehreren Spielen hintereinander. Gleichzeitig entscheiden Sitzabstand und Bildqualität darüber, ob sich ein Spiel nach Stadion anfühlt oder eher nach Kompromiss.
Gerade mit Blick auf die WM 2026 heißt das: Den passenden Fernseher wählen – in der Größe, Qualität und Preisklasse, die zum eigenen Zuhause passt. Der TV-Check zeigt, welche Geräte in den jeweiligen Städten gekauft werden. Welches Modell am Ende am besten passt, bleibt eine individuelle Entscheidung – MediaMarktSaturn unterstützt gern bei der Auswahl.
Methodik
Diese Auswertung basiert auf Verkaufsdaten von MediaMarktSaturn sowie aktuellen Mietpreisen. Betrachtet wurden alle TV-Verkäufe im Zeitraum vom 01.01.2025 bis 26.04.2026 in den 100 größten deutschen Städten. Ausgewertet wurden sowohl Online- als auch Filialkäufe. Für jede Stadt wurden die durchschnittliche Bildschirmgröße sowie der durchschnittliche Anschaffungspreis berechnet.
Ergänzend wurden die durchschnittlichen Angebotsmieten pro Quadratmeter aus dem 1. Quartal 2026 von ImmoScout24 herangezogen. Aus der durchschnittlichen Bildschirmgröße pro Stadt wurde mithilfe einer Faustformel für 4K-Geräte (Bildschirmdiagonale in Zentimetern × 1,5) der empfohlene Sitzabstand berechnet. Zusammen mit der typischen TV-Breite ergibt sich so eine angenäherte Wohnfläche, die der Fernseher inklusive Blickkorridor im Raum beansprucht. Diese Fläche wurde mit dem lokalen Mietpreis pro Quadratmeter multipliziert – daraus ergeben sich die monatlichen und jährlichen „TV-Mietkosten“. Setzt man diese jährlichen Kosten ins Verhältnis zum durchschnittlichen Anschaffungspreis, ergibt sich schließlich die Kennzahl, nach wie vielen Jahren die TV-Miete den Kaufpreis erreicht.
Die Daten wurden nach bestem Wissen und Gewissen erhoben; ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht. Unterschiedliche Erfassungsmethoden und Berichtszeiträume können zu Abweichungen führen.
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