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Spülmaschine reinigen: So geht's

Claudia Frickel9. MÄRZ 2022

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Schmutzige Teller, Tassen und Töpfe bekommt die Spülmaschine im Handumdrehen gründlich sauber. Aber auch sie braucht regelmäßig Pflege. Wir erklären, wie du deine Spülmaschine reinigst und dabei Kalk, Dreck und schlechte Gerüche loswirst.

Warum ist die Reinigung des Geschirrspülers wichtig?

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Mit jedem Spülgang lagern sich Verschmutzungen in der Spülmaschine ab – vor allem Kalk. Hintergrund: Wird Wasser auf hohe Temperaturen erhitzt, löst sich der darin enthaltene Kalk. Nach dem Spülgang bleiben Kalkablagerungen an den Metallteilen der Maschine zurück.

Im feuchten und warmen Klima des Geschirrspülers ist das ein idealer Nährboden für Bakterien, Schimmel, Keime und Pilze. Die Ablagerungen können zudem dafür sorgen, dass Verkrustungen auf Tellern und Tassen zurückbleiben. Obendrein kann der Kalk Bauteile der Maschine angreifen. Heizelemente arbeiten etwa nicht mehr richtig und verbrauchen mehr Strom.

Außerdem lagern sich Speisereste, Fett und Spülmittel an Stellen ab, die das Wasser nicht optimal erreicht – etwa am Dichtungsgummi der Tür. Auch das Sieb im Boden des Geschirrspülers und die Sprüharme können auf diese Weise verstopfen.

Rückstände von Schmutz und Kalk können nicht zuletzt dazu führen, dass der Geschirrspüler unangenehm riecht.

Wie reinige ich eine Spülmaschine? Was du im Alltag tun kannst

  • Bevor du Teller und Besteck in die Maschine stellst, solltest du alle Essensreste entfernen.

  • Fülle Salz und Klarspüler nach, sobald sie aufgebraucht sind.

  • Hat dein Geschirrspüler eine Edelstahl-Tür, auf der Flecken zu sehen sind? Entferne sie mit heißem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm.

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Wie oft sollte ich die Spülmaschine reinigen?

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Dein Geschirrspüler benötigt ab und zu eine intensive Reinigung – egal, ob es sich um ein Modell von Miele, Bosch, Siemens oder einer anderen Marke handelt. Dazu kannst du entweder einen speziellen Spülmaschinenreiniger oder Hausmittel verwenden.

Wann eine gründliche Reinigung ansteht, hängt davon ab, wie oft du deine Maschine nutzt. Als Faustregel gilt: Ungefähr alle drei Monate solltest du deinem Geschirrspüler einen gründlichen Reinigungsdurchgang gönnen.

Dem Sieb im Boden der Maschine solltest du dich öfter widmen – mindestens einmal pro Monat. Teilweise setzen sich hier sichtbare Rückstände ab, beispielsweise von Etiketten, die beim Spülgang von Gläsern abgeweicht wurden. Fällt dir so eine Verschmutzung auf, solltest du das Sieb umgehend sauber machen.

Alarmsignale weisen dich darauf hin, dass es wirklich an der Zeit für eine gründliche Reinigung des Geschirrspülers ist: Wenn die Maschine zum Beispiel länger läuft als gewöhnlich, das Geschirr nicht mehr richtig sauber wird oder sich unangenehme Gerüche bilden.

Sieb, Körbe, Sprüharme und Abfluss sorgfältig putzen

Bevor du zur Tat schreitest: Gehe beim Herausnehmen einzelner Teile und beim Reinigen immer sehr vorsichtig vor, um Maschine, Teile und Beschichtungen nicht zu beschädigen.

  • Besteckkorb und Spülmaschinensieb: Beides solltest du zur gründlichen Reinigung aus der leeren Maschine entfernen. Das Sieb findest du am Boden der Maschine.

  • Sprüharme und Körbe: Bei manchen Maschinen kannst du die Sprüharme aus ihrer Halterung ziehen und die Körbe komplett herausnehmen. Schau in der Gebrauchsanweisung deiner Maschine nach, ob und wie das geht. Geht es nicht, belasse sie in der Spülmaschine.

  • Die herausnehmbaren Teile spülst du unter fließend warmem Wasser ab. Mit einem Schwamm oder einer weichen Bürste wischst du über die Oberflächen. 

  • Kalkflecken entfernst du mit einem Tuch und etwas Essig.

  • Das Spülmaschinensieb reinigst du am besten mit einer Spülbürste oder einer alten Zahnbürste. Weil sich in dem Filter viel Schmutz verfängt, ist das besonders wichtig.

  • Bei den Sprüharmen solltest du die Düsen untersuchen. Ist eine verstopft, säuberst du sie behutsam mit einer alten Zahnbürste.

  • Abschließende Reinigung: Zum Schluss spülst du alle Teile mit klarem Wasser ab und lässt sie trocknen.

Abfluss der Spülmaschine säubern

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Bevor du das Sieb wieder in die Spülmaschine einbaust, solltest du den Abfluss säubern, auf dem der Filter normalerweise sitzt. Kontrolliere, ob sich in der Öffnung Speisereste oder Fremdkörper verfangen haben – und entferne sie gegebenenfalls. Du kannst einfach hineingreifen – solltest aber Handschuhe tragen, falls sich spitze Fremdkörper verfangen haben.

Den Innenraum der Spülmaschine reinigen: Mit Spezialreinigern oder Hausmitteln

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Weil sie speziell für diesen Zweck entwickelt wurden, kannst du mit Spezialtabs, -pulvern und flüssigen Spülmaschinenreinigern nichts falsch machen. Dank ihrer Zusammensetzung greifen sie garantiert keine empfindlichen Teile an und gelangen überall hin. 

Alternativ greifst du zu Hausmitteln. Aber sei vorsichtig: Manche Mittel können die Gummiteile in der Maschineangreifen und so schädigen. Das gilt vor allem für Essig, insbesondere wenn er unverdünnt verwendet wird. Im schlimmsten Fall geht die Maschine dadurch kaputt – und eine eventuell noch vorhandene Garantie greift in diesem Fall nicht.

Gehe generell auch beim Säubern des Innenraums vorsichtig vor und nutze nur weiche Lappen und Schwämme.

Zitronensäure für eine gründliche Reinigung

Mit dem Hausmittel Zitronensäure kannst du Kalkablagerungen und Keimen zu Leibe rücken. Löse etwas Zitronensäure in Wasser auf. Wirf für das richtige Mischungsverhältnis einen Blick auf die Verpackung des Hausmittels: Dort kannst du in der Regel nachlesen, wie stark die Zitronensäure verdünnt werden sollte, wenn du sie zur Reinigung verwenden willst.

Befeuchte einen Lappen mit der Lösung und reibe alle Gummidichtungen ab – auch an der Fuge unter der Tür. Den Innenraum kannst du ebenfalls damit auswischen. Verteile dann ungefähr zehn Esslöffel Zitronensäure auf dem Boden und starte die Maschine mit einem 60-Grad-Programm. Damit säuberst du auch die versteckte Wassertasche, die in der Maschine das Wasser für den Spülvorgang vorbereitet.

Die Maschine mit Essig von Schmutz und Kalk befreien

Alternativ zu Zitronensäure bietet sich Essig an, um Schmutz und Kalk aus der Spülmaschine zu entfernen. Mische zwei Tassen Essigessenz mit Wasser. Wie viel Wasser du zum Verdünnen nehmen solltest, kannst du in der Regel auch hier auf der Essigessenzflasche nachlesen.

In dieser Essiglösung weichst du herausnehmbare Teile wie das Sieb ein. Auch die Maschine kannst du damit auswischen – keinesfalls aber die Dichtungen. Der Grund: Essig kann das Gummi beschädigen. Gieße die Mischung zum Schluss auf den Boden der Maschine und lasse ein 60-Grad-Programm laufen. Wische anschließend mit einem feuchten Tuch über die Dichtungen, um Essigreste zu entfernen.

Zitronensäure + Natron: Die Spülmaschine effektiv reinigen 

Für eine noch effektivere Reinigung kannst du zusätzlich zu Zitronensäure noch Natron verwenden. Aber Vorsicht: Die Mittel neutralisieren sich gegenseitig, wenn sie sich vermischen. Sie müssen deshalb getrennt voneinander wirken.

Das ist aber kein Problem: Fülle etwas Zitronensäure in das Fach für Tabs und Pulver. Ein paar Esslöffel Natron verteilst du auf dem Boden der Maschine. Stelle dann einen kurzen und heißen Spülgang ein. Bis die Zitronensäure aus dem Fach ins Innere gelangt, hat das Natron bereits gewirkt. Statt Natron kannst du auch Backpulver verwenden.

Den Geschirrspüler pflegen mit Hausmitteln: Verunreinigungen vorbeugen

Deine Spülmaschine braucht nicht nur regelmäßige Reinigung, sondern auch Pflege – dann hält sie länger. Folgendes kannst du tun:

  • Kalkablagerungen beugst du vor, indem du gelegentlich eine entsaftete Zitronenschale in den Besteckkorb legst.

  • Bemerkst du Rostflecken am Besteck, handelt es sich wahrscheinlich um Flugrost. Schuld sind nicht spülmaschinenfeste Teile oder eine defekte Beschichtung des Spülkorbs. Entferne den Rost mit Zitronensaft, sonst breitet er sich weiter aus.

  • Nutze Natron als "Spülmaschinen-Deo". Streue ab und zu etwas davon auf den Maschinenboden, denn Natron kann schlechte Gerüche binden und neutralisieren.