
Motorola Razr 60 Ultra im Test: Premium-Design trifft auf High-End-Performance
Inhalt
- Fazit zum Test des Motorola Razr 60 Ultra
- Motorola Razr 60 Ultra im Test: Die wichtigsten Infos zum Gerät
- So habe ich das Motorola Razr 60 Ultra getestet
- Design: Stabiler Klappmechanismus mit unauffälliger Falz
- Displays: Hohe Helligkeit und Bildwiederholraten bis 165 Hertz
- Ausstattung & Software: Nur drei Android-Updates
- Kamera: Keine Telekamera
- Performance: Das Hardware-Gespann liefert viel Power
- Akku: Aufgeladen in knapp einer Stunde
- Zusammenfassung zum Test des Motorola Razr 60 Ultra: Style trifft Leistung
- Alternativen mit guten Testergebnissen zum Motorola Razr 60 Ultra
- Motorola Razr 60 Ultra im Test: Häufige Fragen beantwortet

TURN ON
Wieso das Motorola Razr 60 Ultra neben der Optik auch mit Leistung überzeugt und für wen das schicke Flip-Phone am besten geeignet ist, erfährst du in meinem Praxistest.
Zum Autor: Alex hat mit dem Google Pixel 10 Pro Fold bereits ein Falthandy für TURN ON getestet. Neben Smartphones fühlt sich der studierte Journalist auch in den Bereichen Entertainment, Tablets und Notebooks zu Hause.
Fazit zum Test des Motorola Razr 60 Ultra
Mit seinen zwei herausragenden Displays, der starken Prozessorleistung und seinem schönen Design hat mich das Flip-Phone Motorola Razr 60 Ultra überzeugt. Die Akkulaufzeit fällt mit fast 16 Stunden lang aus, zudem ist der Akku mit einer Ladeleistung von 68 Watt schon in knapp einer Stunde wieder aufgeladen. Die unverbindliche Preisempfehlung von rund 1.300 Euro ist hoch, mit Blick auf den Kaufpreis fallen die durchschnittliche Kamera, die kurze Update-Versorgung und das IP48-Rating negativ auf.
Vorteile und Nachteile des Motorola Razr 60 Ultra
Vorteile
- herausragendes Innen- und Außendisplay
- sehr gute Performance
- 512 GB Speicherplatz
- lange Akkulaufzeit und kurze Ladezeit
- hochwertige Verarbeitung und schickes Design
Nachteile
- nur 3 Jahre Software- und 4 Jahre Sicherheitsupdates
- nur durchschnittliche Kamera
- nicht vollständig staubdicht
- nur USB-C 2.0
- hoher Preis
Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten
Motorola Razr 60 Ultra im Test: Die wichtigsten Infos zum Gerät
Das Razr 60 Ultra ist das aktuelle Flip-Phone-Flaggschiff von Motorola. Mit seiner Razr-Serie ist der Hersteller einer der führenden Akteure im Bereich Klapphandys. Das Smartphone glänzt mit High-End-Technik wie dem Snapdragon-8-Elite-Chip, einem großen 7-Zoll-LTPO-AMOLED-Klappdisplay mit 165 Hertz und üppigen 512 GB Speicherplatz.
Motorola Razr 60 Ultra: Technische Daten
- Hauptdisplay: 7 Zoll, 2.992 × 1.224 Pixel, pOLED, 165 Hertz, max. 4.500 Nits
- Außendisplay: 4 Zoll, 1.272 × 1.080 Pixel, pOLED, 165 Hertz, max. 3.000 Nits
- Prozessor: Snapdragon 8 Elite
- Rückkameras: 50-Megapixel-Hauptkamera, 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera
- Selfiekamera: 50 Megapixel
- Speicherplatz: 512 GB
- Anschlüsse: USB-C 2.0
- Betriebssystem: Android 15
- Akkukapazität: 4.700 mAh
- Gewicht: 199 Gramm
So habe ich das Motorola Razr 60 Ultra getestet
Ich habe das Motorola Razr 60 Ultra im TURN ON Studio, bei mir zu Hause und unterwegs in Hamburg ausgiebig getestet. Dabei habe ich die allermeisten Funktionen ausprobiert und besonderes Augenmerk auf die Eigenheiten von Klapphandys gelegt. Um die Leistung des Smartphones zu bestimmen, habe ich mein Testgerät zudem drei Benchmark-Tests unterzogen, deren Ergebnisse in meinen Test mit einfließen.
Das Testgerät ist eine Leihgabe des Herstellers. Weder Motorola noch MediaMarkt haben auf meinen redaktionellen Praxistest Einfluss genommen.

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Design: Stabiler Klappmechanismus mit unauffälliger Falz
Als ich das Flip-Phone aus der Verpackung nehme und das Gerät zum ersten Mal zuklappe, werde ich nostalgisch. Der Urvorgänger des Razr 60 Ultra, das Razr V3i aus dem Jahr 2005, war eines meiner ersten Handys. Allein deshalb freue ich mich, herauszufinden, was das Razr der Neuzeit auf dem Kasten hat.
Mein erster Eindruck: Das Razr 60 Ultra ist ein edles Smartphone mit einem stylishen Design. Wie bei allen aktuellen Motorola-Smartphones zeichnet Farbenspezialist Pantone für die Gehäusefarben verantwortlich. Zusätzlich spendiert Motorola jeder Farbvariante ein eigenes Oberflächenmaterial. Bei meinem Testgerät in der Farbe Cabaret (Pink) bietet das Gehäuse etwa ein Finish aus einem Satin-ähnlichen Material, das sich hochwertig anfühlt und einen guten Grip bietet.
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In diesen drei weiteren Farboptionen ist das Motorola Razr 60 Ultra erhältlich:
- Mountain Trail (Braun) mit Finish aus FSC-zertifiziertem Holz
- Scarab (Dunkelgrün) mit Finish aus Alcantara
- Rio Red (Rot) mit Finish aus Kunstleder
Im ausgeklappten Zustand misst das Razr 60 Ultra 7,4 × 17,1 × 0,72 Zentimeter im schmalen 22:9-Format. In der Breite lässt sich das Flip-Phone dadurch wunderbar mit einer Hand bedienen. Elemente in der oberen Hälfte des Displays erreichst du dagegen nur umständlich, indem du das Handy auf halber Höhe hältst. Dann befindet sich der Handballen allerdings auf dem Außendisplay und hinterlässt unschöne Abdrücke.
Zusammengeklappt misst das Gerät nur noch 7,4 × 8,8 × 1,6 Zentimeter und passt perfekt in meine Handfläche, wie du auf dem folgenden Foto erkennst.
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Der Klappmechanismus funktioniert reibungslos und fühlt sich stabil an. Die Scharniere werden von einer Plastikkappe geschützt und stehen nur minimal aus dem Rahmen hervor. Schön: Den Falz, also die Knickfalte im Display, erkennt man im ausgeklappten Zustand kaum. Das Gerät lässt sich stufenlos ein- und ausklappen, sodass du das Razr 60 Ultra zum Beispiel bei der Foto- oder Videoaufnahme auf einem Tisch platzieren kannst. Dank IP48-Rating ist das Klapphandy wasserdicht, allerdings ist es nur gegen eindringende Objekte geschützt, die größer als 1 Millimeter sind. Es ist also nicht staubdicht.
Immerhin: Das Außendisplay, das circa die Hälfte der Rückseite bedeckt, wird von Gorilla Glass Ceramic aus dem Hause Corning sehr gut vor Stürzen und Kratzern geschützt. Außerdem sind beide Displays mit einer ab Werk angebrachten Schutzfolie versehen. Interessant: Bei der Ersteinrichtung erscheint ein Pop-up-Fenster mit dem Hinweis, dass man diese Schutzfolien nicht entfernen oder durch Schutzfolien von Drittanbietern austauschen solle, sonst erlösche die Garantie.
Zusätzlich liefert Motorola ein robustes Schutzcover mit Kunstlederbezug in der passenden Farbe mit. Das Schutzcover besitzt einen integrierten Tragegriff, sodass du das Flip-Phone zum Beispiel an deinem Gürtel befestigen könntest. Das ist zwar recht praktisch, doch meiner Meinung nach stört der Griff an der Rückseite, sobald das Gerät ausgeklappt ist.

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Displays: Hohe Helligkeit und Bildwiederholraten bis 165 Hertz
Das 4 Zoll große Außendisplay im fast quadratischen 7:6-Format punktet mit einem flexiblen pOLED-Display und füllt die obere Hälfte der Rückseite des Flip-Phones voll aus. Mit 1.272 × 1.080 Pixeln löst das Display in HD+ auf und liefert eine dynamische Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz. Im Spielemodus sind sogar bis zu 165 Hertz drin.
Der Bildschirm verwendet die LTPO-Technologie, das heißt, er kann die Bildwiederholrate je nach Inhalt variieren. Bei statischen Inhalten wie Bildern und Texten wird die Bildwiederholrate zum Beispiel auf 1 Hertz heruntergeregelt, um Energie zu sparen.
Als SDR-Spitzenhelligkeit misst Notebookcheck (08/24) im Test des Vorgängers Razr 50 Ultra – mit dem gleichen Außendisplay – 978 Nits. Bei HDR-Inhalten soll das kleinere Außendisplay sogar mit bis zu 3.000 Nits leuchten. In der Praxis gefällt mir das Außendisplay sehr gut: Obwohl die Auflösung nicht einmal Full HD beträgt, sehen Videos scharf aus.
Die Farbwiedergabe und die Kontraste sind makellos. Es scheint zwar keine Sonne während meines Tests, doch in der hellen Schneelandschaft reicht die Spitzenhelligkeit locker aus, um jegliche Inhalte abzulesen. HDR-Effekte sehen auf dem 4-Zoll-Display überraschend eindrucksvoll aus.
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Das große pOLED-Klappdisplay misst 6,96 Zoll und bietet ein Seitenverhältnis von 22:9. Es löst mit scharfen 2.992 × 1.224 Pixeln auf und bietet dank LTPO-Technologie ebenfalls eine dynamische Bildwiederholrate bis 120 Hertz beziehungsweise 165 Hertz im Spielemodus. Die von Motorola versprochene HDR-Spitzenhelligkeit von 4.500 Nits erreicht das Hauptdisplay im Test bei Computer Bild (05/25) nicht. Die hellsten HDR-Highlights leuchten dort „nur“ mit 2.578 Nits, was in der Praxis jedoch ein hervorragender Wert ist. HDR-Inhalte werden für meinen Geschmack effekt- und eindrucksvoll dargestellt.

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Schade: Zwar bieten sowohl das Haupt- als auch das Außendisplay eine gute Blickwinkelstabilität, doch leider sind die beiden Bildschirme nicht entspiegelt. Unter direkter Sonneneinstrahlung wirst du mit dem Motorola Razr 60 Ultra höchstwahrscheinlich mit Reflexionen zu kämpfen haben.
Ausstattung & Software: Nur drei Android-Updates
Das Motorola Razr 60 Ultra ist mit allen aktuellen Konnektivitätsstandards ausgerüstet. Lediglich der langsame USB-C-2.0-Anschluss ist bei einem Smartphone im vierstelligen Preisbereich nicht mehr zeitgemäß. Der interne Speicher lässt sich zwar nicht mit einer SD-Karte erweitern, aber da das Gerät ausschließlich mit üppigen 512 GB Speicherplatz erhältlich ist, solltest du alle deine Dokumente, Fotos und Videos problemlos unterbringen können.
In der Tabelle bekommst du einen Überblick über die Konnektivitätsstandards, Features und Anschlüsse des Motorola-Flip-Phones:
| Eigenschaftsname | Motorola Razr 60 Ultra |
|---|---|
| WLAN | Wi-Fi 7 |
| Mobilfunk | 5G |
| Bluetooth | 5.4 |
| NFC | Vorhanden |
| Dual-SIM | (SIM-Karte + eSIM) Vorhanden (SIM-Karte + eSIM) |
| eSIM | Vorhanden |
| Anschluss | USB-C 2.0 |
| Fingerabdrucksensor | Vorhanden |
| UWB (Ultrabreitband) | Vorhanden |
| Speicher erweiterbar? | Nicht vorhanden |
Ausgeliefert wird das Razr 60 Ultra noch mit Android 15. Motorola verspricht insgesamt drei große Android-Updates und Sicherheitspatches für 4 Jahre. Im Vergleich zur Android-Konkurrenz um Google und Samsung (jeweils 7 Jahre) ist das etwas enttäuschend. Ebenfalls schade: Obwohl das Razr 60 Ultra schon im April 2025 auf den Markt kam, steht das Update auf das aktuelle Android 16 noch nicht zur Verfügung (Stand: 01/26).
Motorola setzt beim Razr 60 Ultra auf die eigene Benutzeroberfläche Hello UI, die sich im Grunde kaum von der originalen Android-Oberfläche unterscheidet. Hast du bereits Erfahrungen mit Android-Handys gesammelt, sollte dir die Eingewöhnung leichtfallen. Du kannst die Benutzeroberfläche sowohl auf dem Haupt- als auch auf dem Außendisplay separat mit verschiedenen Stilen, Hintergründen und Widgets individualisieren.
Die App Moto Unplugged ist ein kleines Highlight für mich. Es handelt sich dabei um eine Art „Bitte-nicht-stören“-Modus, für den du nicht nur festlegen kannst, welche Benachrichtigungen du erhalten möchtest, sondern auch, welche Apps überhaupt nutzbar sein sollen. Alle anderen Apps werden vollständig ausgeblendet, sobald der Modus aktiv ist.
Ich stelle mir eine Unplugged-Session etwa in den letzten Stunden vor dem Schlafengehen oder im Erholungsurlaub praktisch vor, denn der Modus kann dich etwa vom ständigen Scrollen auf Social Media abhalten. Für meinen Test habe ich eine Unplugged-Session speziell zum fokussierten Schreiben angelegt. Die einzigen verbliebenden Apps sind meine Benchmark-Apps und der Webbrowser zur Recherche, wie du auf dem Screenshot erkennst.

Motorola/Screenshot: TURN ON
moto AI: Noch nicht vollständig auf Deutsch
Motorola stattet sein Flip-Phone-Flaggschiff mit jeder Menge KI aus. Hinter dem Begriff moto AI steckt allerdings keine eigene KI, es handelt sich eher um eine Plattform, die die KI-Modelle Google Gemini, Meta Llama, Microsoft Copilot und Perplexity versammelt. Stellst du über die KI-Zugriffstaste auf der linken Seite des Gehäuses etwa eine Anfrage an die KI, kannst du zwischen den verschiedenen Modellen auswählen.
Um moto AI zu nutzen, benötigst du ein kostenloses Motorola-Konto. Diese KI-Funktionen bietet moto AI noch:
- Image Studio: Die Software kann auf einem Textprompt oder einer Skizze basierend Bilder, Sticker und Hintergründe in verschiedenen Stilen erstellen. Außerdem kannst du dir aus einem Selfie auch einen KI-Avatar erstellen lassen. Letzteres kostet allerdings Credits, von denen dir täglich nur eine begrenzte Anzahl zur Verfügung steht. Die Ergebnisse haben ungefähr das gleiche Niveau wie die der Bildgeneratoren auf Google- und Samsung-Smartphones.

Motorola/Screenshot: TURN ON
- Playlist Studio: Das Tool erstellt personalisierte Musik-Playlists je nach Situation und Umgebung. Der einzige unterstützte Musikdienst ist Amazon Music (Stand: 01/26), für den ich selbst keinen Account habe. Daher konnte ich Playlist Studio leider nicht ausprobieren.
- Achtgeben: Mit der Achtgeben-Funktion nimmst du Audios von Gesprächen und Meetings auf. Die KI fertigt davon ein Transkript an und fasst den Inhalt zusammen. Das Tool funktioniert einigermaßen gut, mit leichten Schwächen bei der Spracherkennung – ich würde es dennoch als nützlich bewerten. Leider unterstützt das Tool zum Testzeitpunkt noch kein Deutsch (Stand: Januar 26).
- Merken: Mit der Merken-Funktion kannst du unter anderem Erinnerungen, Bilder und Websites abspeichern – und später mit einem einfachen Prompt über die KI-Zugriffstaste abrufen. Während meines Tests funktioniert das Tool fast einwandfrei. Fast, denn auch hier gibt es eine kleine Sprachbarriere: Du kannst eine Erinnerung auf Deutsch speichern, doch möchtest du diese später über moto AI abrufen, musst du auf Englisch danach fragen. Die KI kann das zwar übersetzen, es ist allerdings umständlich.
- Fragen oder suchen: Dieses Tool ist ein einfacher KI-Chatbot, der auf einen Text- oder Sprachprompt Fragen beantwortet.
- Was gibt es Neues?: Dieses Tool fasst per Audio alle Benachrichtigungen aus deinen Kommunikations-Apps zusammen.
Kamera: Keine Telekamera
Das Kamera-Set-up des Motorola Razr 60 Ultra setzt sich aus einer 50-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung und bis zu 30-fachem digitalem Zoom, einer 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera, die zugleich Makroaufnahmen anfertigen kann, und einer 50-Megapixel-Frontkamera zusammen. Für ein Handy im vierstelligen Preisbereich ist das zu wenig. Ich hätte mir eine zusätzliche Telekamera mit optischem Zoom gewünscht.
Meine Testaufnahmen mit der Hauptkamera in einer verschneiten Parkanlage an einem bewölkten Tag überzeugen mit natürlichen Farben und guten Kontrasten. Details fängt die Hauptkamera für meinen Geschmack gut ein, doch in der Tiefe fehlt es mir an Schärfe, etwa bei den schneebedeckten Baumkronen im Hintergrund im ersten Slide.
Die Testaufnahmen mit der Ultraweitwinkellinse vom selben Motiv gefallen mir von der Farbwiedergabe her etwas besser, die Farben sind gesättigt, was der verschneiten Winterlandschaft gut zu Gesicht steht. Allerdings sind auch auf diesem Foto weiter entfernte Objekte im Hintergrund unscharf.
In der folgenden Slideshow siehst du meine Testaufnahme mit der Hauptkamera (erstes Slide) und die Aufnahme mit der Ultraweitwinkelkamera (zweites Slide):
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Makroaufnahmen mit der Ultraweitwinkelkamera gefallen mir überraschend gut. Auf meiner folgenden Testaufnahme erkennst du schön die vielen Details von Ästen, Schnee und Eis.

TURN ON
Der Zoom des Motorola Razr 60 Ultra hat mich im Test enttäuscht. Wie oben bereits erwähnt, verzichtet Motorola auf eine echte Telekamera mit verlustfreiem optischen Zoom. Stattdessen musst du auf einen verlustbehafteten digitalen Zoom zurückgreifen. Die folgende Collage zeigt einen schneebedeckten Strauch in unterschiedlichen Vergrößerungen. Das linke Foto habe ich ohne Zoom aufgenommen, danach folgt das Motiv von links nach rechts in zwei-, vier- und zehnfacher Vergrößerung. Ich finde, dass der Zoom aufgrund seiner Unschärfe schon ab vierfacher Vergrößerung nicht mehr zu gebrauchen ist.

TURN ON
Die Frontkamera knipst bei Tag schöne Selfies und Porträts mit einem schönen Bokeh-Effekt (Unschärfe). Wenn du möchtest, kannst du auch die Kameravorschau auf dem Außendisplay aktivieren und Selfies mit der Rückkamera aufnehmen – auch per Timer, wenn du das Flip-Phone wie einen Laptop auf den Tisch stellst. Das sieht dann aus wie auf dem folgenden Foto:

TURN ON
In der folgenden Collage siehst du meine Test-Selfies mit der Frontkamera (links), mit dem Porträtmodus der Frontkamera (Mitte) und mit dem Porträtmodus der Rückkamera (rechts).

TURN ON
Performance: Das Hardware-Gespann liefert viel Power
Im Inneren des Motorola Razr 60 Ultra taktet mit dem Snapdragon 8 Elite ein echter High-End-Prozessor, der von einem schnellen LPDDR5X-Arbeitsspeicher mit 16 GB unterstützt wird.
Ich führe auf meinem Testgerät zwei Benchmark-Tests aus, um die Leistung des Razr 60 Ultra zu bestimmen.
- Work 3.0 Performance von PCMark: Bestimmt die Systemleistung, indem Alltagsaufgaben wie Webbrowsing, Bild- und Videobearbeitung sowie Datenverarbeitung simuliert werden. Aus den Ergebnissen errechnet der Test einen Score, mit dem du Handys miteinander vergleichen kannst.
- Wild Life Extreme Stress Test von 3DMark: Prüft, wie sich ein Smartphone unter längerer hoher Auslastung verhält, und misst in insgesamt 20 Durchgängen Bildwiederholrate, Leistungsstabilität, Akkuverbrauch und Wärmeentwicklung. Auch hier ergibt sich aus den Ergebnissen ein Score zum Vergleichen.
Work 3.0 Performance
Im Work-3.0-Performance-Test erzielt mein Testgerät einen sehr guten Score von 20.300 Punkten. Das ist sehr gutes Flaggschiff-Niveau. Zum Vergleich: Das aktuelle Samsung-Flaggschiff Galaxy S25 Ultra erzielt im TURN ON Test 20.486 Punkte, das Premium-Handy Xiaomi 15 schafft im TURN ON Test 17.765 Punkte. Das Foldable Google Pixel 10 Pro Fold schneidet im TURN ON Test mit 15.711 Punkten deutlich schwächer ab.

PCMark for Android/Screenshot & Collage: TURN ON
Wild Life Extreme Stress Test
Im Wild Life Extreme Stress Test schafft mein Testgerät einen Score von 5.388 Punkten im besten Durchlauf und von 4.202 Punkten im schlechtesten. Daraus ergibt sich eine gute Leistungsstabilität von 78 Prozent auf einem insgesamt sehr hohen Niveau. Das Gerät drosselt seine hohe Leistung unter Volllast um 22 Prozent.
Schade: Während des 20-minütigen Tests verbraucht das Motorola-Klapphandy 18 Prozent Akku – das ist relativ viel, lässt sich aber mit der hohen Leistung erklären. Mit bis zu 41 Grad erwärmt sich das Gerät stark, sodass ich den ersten Benchmark-Test aufgrund einer Systemwarnung vor Überhitzung abbrechen musste.
Hier kann ich jedoch Entwarnung geben: Der Test simuliert eine volle Auslastung des Geräts, die im Alltag kaum vorkommen dürfte. Nach einer halben Stunde Gaming zum Beispiel hat sich das Razr 60 Ultra dagegen kaum erwärmt.
So haben andere Smartphones im Wild Life Extrem Stress Test bei TURN ON abgeschnitten:
- Samsung Galaxy S25 Ultra: 6.575 Punkte, 47,2 Prozent Leistungsstabilität, erwärmt sich auf 44 Grad
- Xiaomi 15: 6.189 Punkte, 70,8 Prozent Leistungsstabilität, erwärmt sich auf 51 Grad
- Google Pixel 10 Pro Fold: 3.249 Punkte, 77,9 Prozent Leistungsstabilität, erwärmt sich auf 43 Grad

3DMark/Screenshot & Collage: TURN ON
Im Alltag kann ich die guten Leistungsbenchmarks nur bestätigen. Ob Multitasking mit mehreren Apps, die Ladezeiten von großen Websites mit vielen Elementen oder Gaming mit hohen Grafikeinstellungen – das Motorola Razr 60 Ultra überzeugt in jeder Situation.
Ich habe das beliebte Mobile-Game „PUBG Mobile“ mit hohen Bildraten in der Turbo-Einstellung des Motorola-Spielemodus gespielt, um die 165-Hertz-Bildwiederholrate auszuprobieren. Leider zeigt der Spielemodus während des Zockens die Bildrate nicht an. Ich kann also nicht beurteilen, ob das Gerät also tatsächlich die vollen 165 Hertz ausschöpft. Mein Praxiseindruck ist jedoch sehr gut, In-Game-Bewegungen ließen sich fix, flüssig und gänzlich ohne Ruckler ausführen.
Akku: Aufgeladen in knapp einer Stunde
Im Work-3.0-Battery-Life-Test von PCMark erzielt mein Testgerät eine lange Akkulaufzeit von 15 Stunden und 47 Minuten, bis der Akkustand von 100 auf 20 Prozent gesunken ist. Der Test simuliert alltägliche Aufgaben wie Bild- und Videobearbeitung und Surfen im Web. Das Ergebnis bezieht sich nur auf die Nutzung des großen Klappdisplays. Beschränkst du dich im Alltag ausschließlich auf das kleine Außendisplay, ist vermutlich eine etwas längere Laufzeit drin.

TURN ON
Das Motorola Razr 60 Ultra unterstützt eine hohe Ladeleistung und lässt sich mit bis zu 68 Watt mit Strom betanken. Um die Ladezeit zu ermitteln, verwende ich zum Aufladen meines Testgeräts mein 65-Watt-Laptop-Ladekabel. Damit beträgt die Ladezeit 56 Minuten, bis der Akkustand von 0 auf 100 Prozent gestiegen ist.
Alternativ lässt sich das Razr 60 Ultra auch kabellos mit bis zu 30 Watt aufladen. Als nettes Extra kannst du das Klapphandy auch als Powerbank für kleinere Geräte wie Bluetooth-Kopfhörer verwenden und diese mit bis zu 5 Watt aufladen.
Zusammenfassung zum Test des Motorola Razr 60 Ultra: Style trifft Leistung
Das Motorola Razr 60 Ultra ist ein sehr gutes Flip-Phone, das mich mit seiner hochwertigen Verarbeitung, dem tollen Design mit Pantone-Farben und einer enorm hohen CPU- und GPU-Leistung überzeugt. Die beiden LTPO-OLED-Displays mit Bildwiederholraten von bis zu 165 Hertz sind meiner Meinung nach herausragend gut – lediglich die spiegelnde Oberfläche fällt negativ auf. Die Akkulaufzeit ist mit fast 16 Stunden lang und das Smartphone mit einem geeigneten Ladekabel auch schnell wieder einsatzbereit.

TURN ON
Kritikpunkt ist für mich vor allem das nur durchschnittliche Kamera-Set-up, insbesondere der fehlende optische Zoom, gemessen am hohen Preis des Razr 60 Ultra. Die Update-Versorgung sollte in dieser Preisklasse ebenfalls länger ausfallen. Außerdem ist das Smartphone nur nach IP48 zertifiziert, also nicht vollständig staubdicht. Gerade wegen des empfindlichen Klappdisplays ist das für mich ein Minuspunkt.
Insgesamt kann ich das Motorola Razr 60 Ultra vor allem für Technik-Enthusiasten und Power-User empfehlen, die die enorme Leistung der Displays und des Prozessors richtig ausschöpfen. Aufgrund der guten Grafikleistung und der 165-Hertz-Bildwiederholrate ist das Handy auch für Mobile-Gamer interessant.
Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten
Alternativen mit guten Testergebnissen zum Motorola Razr 60 Ultra
- Das Samsung Galaxy Z Flip7 ist das aktuelle Flip-Phone-Modell des Herstellers mit einem 6,9-Zoll-OLED-Klappdisplay im 21:9-Format und einem 4,1-Zoll-OLED-Außendisplay. Wie das Motorola Razr 60 Ultra ist es nach IP48 wasserdicht und vor groben Staubpartikeln geschützt, allerdings nicht vollständig staubdicht. Der Prozessor Exynos 2500 bietet im Alltag ebenfalls eine sehr gute Performance. TechStage bewertet das Galaxy Z Flip7 im Test mit 4,5 von 5 Sternen (08/25).
- Das Basismodell Motorola Razr 60 ist im Vergleich zum Ultramodell deutlich preiswerter. Die Displays sind mit 6,9 Zoll und 3,6 Zoll kleiner gehalten. Auch bei der Ausstattung und Leistung musst du ein paar Kompromisse eingehen, die sich aber nicht negativ auf das gute Preis-Leistungs-Verhältnis auswirken. Notebookcheck (06/25) vergibt im Test die Note „gut“ (78 %).
Weitere empfehlenswerte Smartphones entdeckst du unter den besten Smartphones und unter den besten Klapphandys.
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