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Staubsauger mit oder ohne Beutel? Das solltest du dazu wissen

Claudia Frickel27. JUNI 2022

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Du bist auf der Suche nach einem neuen Staubsauger? Bei der Entscheidung für ein neues Modell stellt sich die Frage: Ist ein Staubsauger mit oder ohne Beutel besser? Wir zeigen die Vor- und Nachteile der beiden Typen und stellen empfehlenswerte Modelle vor.

Staubsauger mit oder ohne Beutel: Das sind die Unterschiede

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  • Staubsauger mit Beutel sind die Klassiker. Schmutz sammeln sie in einem Behälter aus Vlies oder Papier. Diese musst du regelmäßig wechseln – also immer wieder Beutel nachkaufen. Dafür kommst du mit dem eingesaugten Staub und Schmutz nicht in Berührung: Die vollen Beutel wirfst du einfach in die Mülltonne.

  • Staubsauger ohne Beutel heißen auch Zyklonsauger: Mithilfe spezieller Rotationsbewegungen befördern sie den eingesaugten Schmutz in einen Auffangbehälter. Ist dieser voll, leerst du ihn über der Mülltonne aus. Allerdings kann der Staub dabei aufgewirbelt werden. Dafür punkten diese Modelle mit einer kompakten Bauweise.

Staubsauger mit Beutel: Die Vor- und Nachteile im Überblick

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+ Meist günstiger als beutellose Modelle
+ Leise
+ Bequem, weil Beutel einfach gewechselt werden

- Beutel müssen gekauft werden
- Saugkraft lässt nach, wenn der Beutel voll ist
- Es entsteht Müll
- Die Beutel können riechen

Staubsauger ohne Beutel: Die Vor- und Nachteile im Überblick

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+ Umweltfreundlich und günstiger, weil keine Beutel nötig sind
+ Saugkraft bleibt konstant
+ Weniger Gerüche als bei Beutel-Geräten

- Meist lautere Betriebsgeräusche als bei Staubsaugern mit Beutel
- Beim Leeren des Behälters kann Staub aufwirbeln
- Ein gewisser Reinigungsaufwand fällt an

Kosten: Welche Art von Staubsauger ist günstiger?

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Staubsauger mit Beutel oder ohne – welcher Typ ist auf lange Sicht günstiger? Das kommt darauf an, wie du ihn nutzt. Wie oft saugst du? Verursachen Kinder oder Haustiere besonders viel Schmutz? Wie groß ist die zu reinigende Fläche?

Für ein Modell mit Beutel zahlst du häufig weniger als für ein beutelloses Gerät. Allerdings musst du regelmäßig für Beutelnachschub sorgen – und das verursacht laufende Kosten. Die kannst du selbst errechnen: Ein Staubsauger hält durchschnittlich acht Jahre lang. Saugst du eine kleine Wohnung einmal pro Woche, wechselst du den Beutel wahrscheinlich alle zwei bis drei Monate. Du benötigst also vier bis sechs Behälter pro Jahr. Kostet ein Beutel 2 Euro, zahlst du in acht Jahren 64 bis 96 Euro obendrauf. Je nach Anschaffungspreis rechnet sich der Staubsauger mit Beutel oft trotzdem.

Ist deine Wohnfläche größer und saugst du jeden Tag, weil du Kinder, Tiere oder Allergiker im Haushalt hast? Den Beutel tauschst du dann vermutlich monatlich aus. Innerhalb von acht Jahren gibst du so beinah 200 Euro zusätzlich aus. Ein teureres, beutelloses Gerät kann sich in dem Fall also lohnen.

Saugleistung: Welcher Staubsaugertyp saugt besser?

Tierhaare, Staub und Schmutz auf Teppich oder Parkett soll ein Staubsauger möglichst restlos entfernen. Ob du dabei einen Staubsauger mit oder ohne Beutel nutzt, spielt für die Saugleistung keine Rolle. Es kommt darauf an, wie gut Motor, Düsen und Saugrohr aufeinander abgestimmt sind. Bei Staubsaugern mit Beutel gilt allerdings: Je voller der Behälter ist, desto mehr lässt die Saugleistung nach. Tausche den Beutel also rechtzeitig aus.

Staubsauger für Allergiker – mit oder ohne Beutel?

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Niesen, Juckreiz, Asthma: Bei einer Hausstauballergie sollte es daheim so sauber wie möglich sein. Weil bei Staubsaugern mit Beuteln beim Entleeren weniger Staub aufwirbelt, empfiehlt die Stiftung Warentest sie für Allergiker und Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen. Alternativ leerst du die Staubbehälter von beutellosen Geräten außerhalb der Wohnung – etwa draußen über der Mülltonne.

Wichtig für Allergiker ist ein HEPA-Filter, egal ob bei Staubsaugern mit oder ohne Beutel. Der Filter sorgt dafür, dass kleinste Partikel (wie Staub) nicht wieder aus dem Gerät heraus gelangen, nachdem sie eingesaugt wurden. Ein effizienter HEPA-Filter hält 99,95 bis 99,995 Prozent der winzigen Partikel zurück – dazu zählen auch Pollen, Bakterien und Ausscheidungen von Milben. Die Filter sind in den Klassen H13 und H14 zu haben. Je höher die Zahl, desto mehr Partikel hält der Filter zurück. Einige beutellose Staubsauger sind zusätzlich mit einem Wasserfilter ausgestattet, der die Abluft mithilfe von Wasser reinigt.

Staubsauger mit oder ohne Beutel: Wo ist die Reinigung unkomplizierter?

Beutel herausholen und wegwerfen: Die Nutzung eines Staubsaugers mit Beutel ist unkompliziert. Den Innenraum musst du in der Regel nicht sauber machen. Die Auffangbehälter von beutellosen Modellen benötigen dagegengelegentlich eine Reinigung, weil der Schmutz direkt darin gesammelt wird. Das geht meist einfach unter fließendem Wasser, bedeutet aber etwas mehr Aufwand.

Wie laut sind die beiden Staubsauger-Typen?

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Staubsauger ohne Beutel erzeugen aufgrund ihrer Zyklontechnik und des starken Saugstroms häufig etwas lautere Betriebsgeräusche als Beutel-Modelle – aber nicht immer. Als leise gelten Staubsauger mit einem Schalldruck von rund 70 Dezibel. Das ist vergleichbar mit dem Geräusch eines normalen Gesprächs oder eines Wasserkochers.

Staubsauger mit oder ohne Beutel: Empfehlungen der Stiftung Warentest

AEG VX7-2-IW-S: Preis-Leistungs-Sieger bei den Beutel-Staubsaugern

Laut Stiftung Warentest liefert der AEG VX7-2-IW-S eine sehr gute Leistung beim Saugen von Grobschmutz ab. Damit sicherte sich das Modell die Gesamtnote „Gut“ im Test von 13 Bodensaugern. Obendrein wurde das AEG-Gerät zum Preis-Leistungs-Sieger erklärt.

Der Beutel-Staubsauger bietet einen großen Aktionsradius von zwölf Metern: Das umfasst die Kabellänge und die Reichweite der Saugdüse. Dabei arbeitet das Modell mit einem Schalldruck von 69 Dezibel – also leise. Zur Ausstattung gehören spezielle Düsen, etwa für Hartböden oder Tierhaare. Der AEG-Sauger punktet außerdem mit 360-Grad-Laufrollen, die ihn sehr wendig machen.

AEG VX7-2-IW-S Staubsauger, maximale Leistung: 650 Watt

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Bosch BGS5FMLY2 Relaxx’x: Bester beutelloser Staubsauger im Test

Waschbarer HEPA-Filter, automatische Selbstreinigung des Filtersystems und Auffanggitter für versehentlich aufgesaugtes Spielzeug: Der Bosch BGS5FMLY2 Relaxx’x punktet mit einer guten Ausstattung.

Bei der Stiftung Warentest sicherte er sich zweimal hintereinander Platz eins als bester Staubsauger ohne Beutel: Saugleistung und Gesamtnote sind „Gut“. Dabei arbeitet das Gerät leise – nicht selbstverständlich für ein beutelloses Modell: Der Schalldruck liegt bei 69 Dezibel. Auf Hartböden war der BGS5FMLY2 Relaxx’x sogar der leiseste gute Sauger im Test.

Eine XXL-Polsterdüse erleichtert die Reinigung von Sofa, Sesseln und Matratzen. Dank eines Aktionsradius von elf Metern kommt das Gerät sehr weit, ohne dass du es an eine neue Steckdose anschließen musst.

BOSCH BGS5FMLY2 Relaxx'x Staubsauger, maximale Leistung: 700 Watt

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Fazit: Staubsauger mit oder ohne Beutel – was ist besser für dich?

Ob sich für dich ein Staubsauger mit oder ohne Beutel lohnt, hängt von deinen Bedürfnissen ab. Weniger Abfall produzierst du mit beutellosen Modellen. Ihre Stärken liegen zudem bei der konstanten Saugleistung und der kompakten Bauweise. Reinigst du häufig große Flächen und fällt viel Schmutz an, sparst du mit einem beutellosen Gerät auf lange Sicht Geld, weil du keine Beutel nachkaufen musst.

Verwendest du deinen Staubsauger nur alle paar Tage in einer kleinen oder mittelgroßen Wohnung, kannst du zu einem Gerät mit Beutel greifen. Möchtest du als Allergiker Staub vermeiden, eignet sich ebenfalls ein Staubsauger mit Beutel.

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