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SSD vs. HDD: Welcher Speicher der richtige für Sie ist

Claudia Frickel30. SEPTEMBER 2021
Festplatte, Technologie, IT & Informatik
Urheberrechte: Adobe Stock / Daniel Krasoń

Adobe Stock / Daniel Krasoń

In jedem Computer steckt eine Festplatte zum Speichern von Daten. Die gängigen Typen sind Solid State Drives (SSD) und Hard Disc Drives (HDD). Zwischen den beiden Varianten gibt es große Unterschiede – etwa, was Tempo und Kapazität angeht. SSD vs. HDD: Welcher Speicher sich für Sie besser eignet und welche Vorteile sie jeweils mitbringen, erfahren Sie in diesem Artikel.

HDD & SSD: In welchen Geräten die Speichertypen stecken

Bilder, MP3s, Videos und Dokumente: Die Festplatte ist langsam voll. Sie wollen einen neuen Speicher einbauen, einige Daten extern sichern – oder sich gleich ein neues Notebook oder einen Desktop-Computer zulegen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen zwei Arten von Speichern: HDD oder SSD.

Weil sie gerade für mobile Geräte viele Vorteile mitbringen, finden Sie in Notebooks heute meist SSDs. In Desktop-Computern arbeiten oft noch klassische Hard Disc Drives. Vor allem in besser ausgestatteten und teureren Computern haben SSD sie allerdings häufig ebenfalls verdrängt. Doch auch HDD bringen Stärken mit – weshalb in manchen Geräten beide Speichertypen werkeln.

Was ist der Unterschied zwischen SSD und HDD?

Hard Disc Drives (HDD) und Solid State Drives (SSD) schreiben und lesen Daten jeweils auf unterschiedliche Weise aus.

So funktioniert eine HDD

HDD sind die traditionellen Datenspeicher in Computern. Sie besitzen rotierende Scheiben aus Metall, die sich mit hoher Geschwindigkeit bewegen. Ein Arm mit einem Schreib- und Lesekopf wandert über die Scheiben und nimmt die Daten ab – ähnlich wie bei einem Plattenspieler. Sollen Informationen gespeichert werden, magnetisiert die HDD bestimmte Bereiche der Discs.

So funktioniert eine SSD

Moderne SSD-Speicher verzichten auf mechanische Teile wie bewegliche Scheiben und Arme: Der Flash-Speicher besteht aus Billionen miteinander verbundenen Zellen. Statt Magnete enthält er Halbleiter. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Flash-USB-Speichern oder MP3-Playern, aber komplexer. Daten werden abgelegt, indem der elektrische Zustand von Schaltkreisen verändert wird. Ein Controller kann sie direkt auslesen, ohne dass wie ein Schreib- und Lesekopf an die entsprechende Stelle fährt.

Das zeichnet eine HDD aus

Eine HDD punktet vor allem bei zwei Kriterien: Sie bekommen mehr Speicherplatz zu einem günstigeren Preis. Die Platten bringen bis 32 TB mit, manchmal sogar mehr. Gängig sind aber sowohl bei Computern als auch bei externen Festplatten eher Größen von 1 bis 2 TB. Die Foto-, Video- und Musiksammlung findet darauf problemlos Platz. Bei SSDs sind dagegen häufig 256 und 512 GB oder 1 TB verbreitet. Seltener sind 2, 4 oder mehr TB – diese Varianten kosten allerdings deutlich mehr Geld.

Durch ihre Speichertechnik haben HDD außerdem eine theoretisch unbegrenzte Lebensdauer. Bei Flash-Zellen ist das anders: Nach einer bestimmten Anzahl von Schreib- und Löschzyklen nehmen sie keine Daten mehr auf. Weil aber je nach SSD-Modell zwischen 1.000 und 100.000 solcher Vorgänge möglich sind, halten auch sie sehr lang.

TOSHIBA Canvio Basics Exclusive Festplatte, 2 TB HDD, 2,5 Zoll, extern, Schwarz

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Damit punktet eine SSD

Dank der fehlenden mechanischen Teile ist eine SSD weniger empfindlich als eine HDD. Erschütterungen oder Stöße verträgt sie meist ohne Folgen. Weil sich im Inneren nichts dreht, arbeitet sie annähernd geräuschlos. Eine HDD brummt dagegen, wenn die Scheiben arbeiten.

Das Tempo ist der größte Unterschied und Pluspunkt. SSD vs. HDD: Die Geschwindigkeit ist bei Flash-Speichern deutlich höher. Weil sie keinen Kopf haben, der bewegt werden muss, greifen sie bis zu 100-mal schneller auf Daten zu. Programme öffnen sich im Vergleich zu HDD bis zu viermal flotter. Computer und Notebooks mit diesem Speichertyp starten mitunter doppelt so schnell.

SSDs bringen außerdem kleinere Maße und ein niedrigeres Gewicht mit. Das macht ihren Einsatz optimal für mobile Geräte wie Notebooks. In diesen Geräten stecken oft M.2-SSDs, also flache und oft nur 10 Gramm leichte Karten. Weil SSDs darüber hinaus effizient arbeiten und die Energie nicht zum Antreiben von Teilen benötigt wird, brauchen sie weniger Strom. Der Akku hält bei einem so ausgestatteten Gerät länger.

SANDISK Portable SSD Festplatte, 1 TB SSD, 2,5 Zoll, extern, Grau

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Stärken und Schwächen einer HDD

+ Große Speicherkapazität
+ Günstiger Preis
+ Theoretisch unbegrenzte Lebensdauer

- Langsamer, größer und empfindlicher als eine SSD

Stärken und Schwächen einer SDD

+ Schneller Zugriff auf Daten
+ Robust, leise, klein und leicht
+ Arbeiten effizient und stromsparend

- Teurer als HDD

Was ist besser – SSD oder HDD?

Sie wollen sich einen neuen Computer kaufen. Sollte lieber eine HDD oder eine SSD eingebaut sein – oder beides? Das kommt darauf an, worauf Sie Wert legen.

Dank der höheren Kapazitäten bei gleichem Preis eignen sich HDDs für alle, die viele Daten ablegen wollen – oder nicht so viel Geld ausgeben. Bearbeiten Sie beispielsweise viele Videos oder haben Sie eine große Fotosammlung, stoßen Sie bei einer HDD nicht so bald an die Grenze.

SSDs passen dagegen für alle, die möglichst ohne Verzögerung arbeiten wollen, die Musik und Filme sowie lieber streamen, als sie zu speichern oder die Daten in der Cloud ablegen.

Es gibt aber noch eine Alternative: Sie können SSD und HDD kombinieren. Einige Computer und Notebooks besitzen je eine Festplatte des einen und des anderen Typs. Betriebssystem und Programme starten dann schnell von der SSD, die Daten legen Sie auf der HDD ab. Das vereint die Vorteile beider Varianten. Zwei Festplatten brauchen allerdings mehr Platz im Gehäuse.

Asus VivoBook 15 R565JA-EJ283T: Notebook mit SSD

Die 512 GB große SSD des ASUS VivoBook 15 bringt ausreichend Speicherplatz für Dokumente und andere Daten mit. Zusammen mit dem Intel Core i5-Prozessor und 8 GB Arbeitsspeicher sorgt sie für eine hohe Performance des Notebooks. Auf dem 15,6 Zoll (ca. 40 cm) Display mit Full-HD-Auflösung werden Filme und Fotos scharf dargestellt.

ASUS VivoBook 15 (R565JA-EJ283T), Notebook mit 15,6 Zoll Display, Intel® Core™ i5 Prozessor, 8 GB RAM, 512 GB SSD, Intel® UHD Grafik, Slate Grey

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Lenovo IdeaCentre 3: Desktop-Computer mit HDD

1 TB an Daten fasst die HDD-Festplatte des Lenovo IdeaCentre 3. Darauf bringen Sie rund 250.000 Fotos, 250 Filme oder 6,5 Millionen Dokumente unter. Durch WLAN- und Bluetooth-Schnittstellen, weitere Anschlüsse sowie einen 7-in-1-Kartenleser nutzen Sie den PC flexibel. In dem Computer arbeiten ein AMD 3020e-Prozessor sowie 4 GB Arbeitsspeicher.

LENOVO IdeaCentre 3, Desktop PC, 4 GB RAM, 1 TB HDD, AMD Radeon Graphics

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Acer Aspire 3 (A317-51G-733V): SSD- und HDD-Kombination

Insgesamt 2 TB Speicher bringt das Acer Aspire 3 mit: In dem Notebook sind eine 1-TB-SSD sowie eine 1-TB-HDD verbaut. Wird der Platz trotzdem knapp, legen Sie Dateien mit dem integrierten DVD-Brenner auf CD und DVD ab. Betriebssystem und Programme arbeiten dank SSD sowie 8 GB Arbeitsspeicher und Intel-Core-Prozessor i7-10510U flott. Auf dem 17,3 Zoll (ca. 44 cm) großen Full-HD-Display erscheinen Inhalte flüssig und scharf. Dafür sorgt auch die eingebaute NVIDIA-Grafikkarte GeForce MX250.

ACER Aspire 3 (A317-51G-733V), Notebook mit 17,3 Zoll Display, Intel® Core™ i7 Prozessor, 8 GB RAM, 1 TB SSD, 1 TB HDD, GeForce MX250, Schwarz

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Zusammenfassung

  • SSD und HDD sind als Datenspeicher in Computern und Notebooks verbaut oder dienen als externe Festplatten.

  • Stehen hohes Tempo, schneller Datenzugriff, leiser Betrieb und Robustheit im Vordergrund, gewinnt die SSD. Sie ist außerdem kleiner und leichter.

  • Ist ein großer Speicherplatz zu einem kleinen Preis wichtig, schlagen sich HDDs besser.

  • Eine Kombination aus SSD- und HDD-Speicher vereint die Vorteile beider Speichertypen: Die Geräte bieten viel Platz und arbeiten effizient.