Droht E-Scooter-Verleihern das Aus? Ein weiterer Kaufgrund
Wenn du ein E-Scooter-Fan bist, bisher aber nur Roller von Verleihern genutzt hast, könnte sich der Kauf eines eigenen Flitzers bezahlt machen. Wie die WirtschaftsWoche bereits im Februar 2023 berichtete, haben E-Scooter-Verleiher nämlich mit einigen Problemen zu kämpfen.
Laut WirtschaftsWoche sei der Verleih von Scootern auch nach dreieinhalb Jahren nicht profitabel. Kleine E-Scooter-Anbieter haben sich bereits vom Markt zurückgezogen. Aber auch große Anbieter wie Tier gerieten in Deutschland zunehmend ins Straucheln. Das Unternehmen wurde im Januar 2024 vom niederländisch-französischen Wettbewerber Dott übernommen.
Der Grund: Immer mehr deutsche Städte erhöhen ihre kommunalen Sondernutzungsgebühren. In Hamburg müssen E-Scooter-Verleiher beispielsweise 24 Euro jährlich pro Scooter zahlen, in Düsseldorf 50 Euro und in Köln sogar zwischen 85 und 130 Euro pro Scooter (Stand: Februar 2025).
Die Städte begründen die hohen Gebühren mit der zusätzlichen Arbeit, die E-Scooter verursachen. Häufig blockieren abgestellte E-Scooter Geh- oder Radwege oder landen sogar in Flüssen. Das Aufräumen und Bergen der Scooter stellen die Städte den Verleihern nun höher in Rechnung.
Sollten weitere Städte ihre Gebühren erhöhen, bleiben den Verleihern zwei Optionen: Entweder sie geben die zusätzlichen Kosten an die Kunden weiter oder sie ziehen sich vom Markt zurück. Beide Varianten wären eine schlechte Nachricht für Scooter-Fans. Und im Jahr 2026 wird es für E-Scooter-Verleiher noch einmal schwieriger, denn bald können Städte das Abstellen der E-Scooter auf gesondert ausgewiesene Zonen beschränken. Als Besitzer eines eigenen E-Scooters brauchst du dir um solche Dinge allerdings keine Gedanken zu machen.