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So rocken Sie jeden Grill zur WM!. Leider verpasst.

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Damit auch Sie mit Ihren Grillkünsten nicht ins Abseits kommen, lesen Sie die 4 goldene Regeln und einige Tipps von unserem Starkoch

Ralf Jakumeit:

 

Die 4 Goldene Regel:
Regel 1: Geduld!
Schnell grillen ist Blödsinn! Oft machen die Gäste beim gemeinsamen Grillen Druck und sagen: „Schnell, schnell, schnell, ich habe Hunger.“ Und dann stehen sie beim Feuer, ein Bier in der Hand, und alles ist relaxt. So geht’s: Holz und Holzkohle, das entspannt einfach. Sie schütten die Kohle in den Grill und machen einen Scheiterhaufen. Du zündest ihn an. Es dauert ca. 30 Minuten, bis er nach unten durchgebrannt ist. Dann haben Sie die perfekte Glut.

 

Regel 2: Erst die Holzkohle …
…dann einen Scheiterhaufen aus Anzündhölzern drauf. Das machen die meisten verkehrt. Den Fehler habe ich auch
lange gemacht. Die obere Fläche der Holzkohle fängt dann langsam an zu brennen. So hält die Glut besonders lange!

 

Regel 3: Alles muss topfrisch sein!
Vorsicht bei Fleisch oder Fisch in Fertigmarinaden! Oft wird minderwertiges Fleisch mit Aromen übertüncht. Das Fleisch selbst hat oft gar keinen Eigengeschmack. Da lutscht man doch lieber an der Marinade rum und brauche keinen Grill anzuheizen.

 

Regel 4: Man musst das Produkt verstehen
Vereinfacht gesagt: Sie müssen selbst zur Wurst werden, um sie perfekt hinzukriegen. Eine Knacker kannst du nicht nur kurz auf den Rost legen; dann ist sie außen verbrannt und innen kalt. Bei einem Nürnberger Bratwürstl, dünn wie ein Finger, kannst du dagegen schon mal kurz ordentlich Gas geben. Auch bei den Tricks muss man nicht lange überlegen…

 

Tipps & Tricks
Tipp 1: Der Anzündtrick
Wenn’s mal schnell gehen muss, kann man sich einen Anzündkamin basteln. Dazu rollt man zwei Zeitungen eng zusammen, drapiert die Holzkohle drumherum, sodass der Zylinder nicht umfällt. Oben stopft man Kohle rein. Dann wird die Zeitung unten angezündet. Aber wie
gesagt: Beschleunigen ist nicht empfehlenswert, weil die Kohle ihre Zeit braucht, um sich zu entfalten. Je schneller man die Kohle anheizt, desto schneller verglüht sie auch.

 

Tipp 2: Heizzonen einrichten
Schieben Sie die Glut auf eine Seite, schaffst Sie sich eine heiße und eine etwas kühlere Zone, wobei, kühler, na ja, die hat auch noch 80–250 Grad. In der heißen Zone haben Sie 400, 500 Grad.

 

Tipp 3: Groß grillen
Für einen vollmundigen Geschmack empfiehlt es sich, Fleisch und Fisch im Ganzen zu machen. Das muss alles groß sein. Umso saftiger bleibt’s.

 

Tipp 4: Gar-Check
Bei größeren Fleischstücken mit Temperaturfühler arbeiten. Die Teile sind meist mit einem kleinen LED-Licht ausgestattet, das zu blinken anfängt, wenn die gewünschte Garstufe erreicht ist. Toll!

 

Tipp 5: Unsere Lieblingsmarinade
King of Salt, Kokosblütenzucker, Knoblauch, Thymian, Rosmarin und Thaichili.
Mit King of Salt (Urmeerwasser) würzt man das Fleisch oder Fisch. Dann braucht man ein Transportmittel, den Kokosblütenzucker, und schließlich geben Sie die Kräuter und Thaichili dazu. Der Knoblauch angedrückt
und ans Fleisch gelegt.

 

Tipp 6: Die perfekte Grillsoße
Meine Barbecuesoße wird angerührt mit Ricola. Die geben Sie in einen Topf zum Schmelzen, Knoblauch und Zwiebeln kommen dazu. Anrösten. Dann wird das Ganze mit Jägermeister abgelöscht und flambiert. Danach kommen erst Tomaten, Paprika und die restlichen Sachen rein. Das lässt man sauber runterkochen.
Fertig.

 

Tipp 7: Sous-vide-Sticks
Für größere Brocken Fleisch empfehlen wir Sous-vide-Sticks. Zum Langzeitgaren bei niedriger Temperatur. Ein Kilo Entrecôte zum Beispiel wird mit Kräutern in einem Beutel vakuumiert und 4–5 Stunden bei 55 Grad gegart. Dann ist es innen richtig schön rosa. Anschließend legt man das Fleisch auf den Grill fürs Finish!
Köstlich!

 

Tipp 8: Gemüse im Ganzen grillen
Gewürzt wird auch mit Urmeerwasser und Kokoszucker. Für Gemüse mit längerer Garzeit bietet sich auch ein Vakuumierer an. Besonders lecker:
Kirschtomaten! Sie kommen an der Rispe auf den Grill! Du musst warten, bis sie leicht aufplatzen. Urmeerwasser und Olivenöl in einem tiefen Teller verrühren, die aufgeplatzten Tomaten reintunken. Hammer!

 

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