Die besten E-Bikes 2022: Empfehlenswerte Räder mit Elektromotor

Claudia Frickel30. MÄRZ 2022

stock.adobe.com/Zhuravleva Katia

Gesunde Bewegung, aber ohne zu viel Anstrengung: Mit einem E-Bike bist du bequem und umweltfreundlich unterwegs. Wir zeigen die besten E-Bikes im Überblick und erklären, worauf es beim Kauf ankommt.

Welches E-Bike passt zu mir? Die besten Pedelecs im Überblick

Prophete Urbanizer 20.Etu.10: Kompaktes E-Bike auch für den Urlaub

Dank seiner kompakten Maße eignet sich das Prophete 20.Etu.10 nicht nur für die Stadt: Mit dem E-Bike bleibst du etwa auch im Campingurlaub mobil. Das Pedelec punktet mit tiefem Einstieg und 20-Zoll-Reifen. 100 Kilometer weit kommst du mit einer Akkuladung – das reicht für etwas weitere Ausflüge. Über das LC-Display wählst du eine der fünf Unterstützungsstufen aus, die sieben Gänge bieten dir verschiedene Widerstände.

Sicher unterwegs bist du dank hydraulischer Bremsen und den hellen LED-Scheinwerfern mit 70 Lux. Ausreichend Platz für Tasche und Proviant bieten Vorder- und Rückgepäckträger.

Stärken und Schwächen des Prophete Urbanizer 20.Etu.10

+ Mittelmotor
+ kompakte Bauweise
+ zwei Gepäckträger

- nur 500 Ladezyklen

PROPHETE 52660-0311 URBANICER 20.ETU.10 Urbanbike (Laufradgröße: 20 Zoll, Rahmenhöhe: 46 cm, Unisex-Rad, 374.5 Wh, Schwarz)

2199.95
1699
Zum Produkt

Fischer Viator 6.0i: Trekking-E-Bike mit sehr guter Reichweite und App-Anbindung

Sehr gute 120 Kilometer Reichweite bietet das Fischer Viator 6.0. Auch längere Strecken legst du auf dem E-Trekkingrad komfortabel zurück, dafür sorgt die integrierte Federung. Via Bluetooth verbindest du das E-Bike mit dem Smartphone: Mithilfe der App des Herstellers kannst du während der Fahrt navigieren. Obendrein sagt dir ein Reichweitenassistent, wie weit du abhängig von Untergrund, Strecke, Fahrverhalten und Windverhältnissen kommst.

Über vier Unterstützungsstufen des Mittelmotors und die 10-Gang-Kettenschaltung wählst du Antrieb und Widerstand. Das Display am Lenker passt sich an die Helligkeit der Umgebung an. Das E-Bike verfügt zudem über 28-Zoll-Reifen, Alurahmen, 70-LUX-LED-Lichter und hydraulische Scheibenbremsen. Praktisches Extra: An der integrierten Hinterachse kannst du einen Anhänger befestigen. 

Stärken und Schwächen des Prophete Urbanizer 20.Etu.10

+ Mittelmotor
+ sehr gute Reichweite
+ Hinterachse für Anhänger

- schwer

Bluewheel Electromobility BXB75: E-Mountainbike mit hoher Reichweite

21 Gänge bringt das Bluewheel Electromobility BXB75 mit – damit findest du in jedem Gelände die passende Stufe. Eine Federgabel dämpft Erschütterungen, auf dem Sportsattel sitzt du komfortabel. Dank der sehr hohen Reichweite von 150 Kilometern legst du auf dem E-Mountainbike auch längere Strecken zurück. 

Geschwindigkeit, zurückgelegte Strecke und Akkuladestand zeigen das farbige LC-Display und die dazugehörige App an. Über Bluetooth verbindest du Smartphone und Bike. Die Tretunterstützung stellst du am Lenker oder ebenfalls mobil ein. Dank Scheibenbremsen und hellem LED-Licht bist du mit dem BXB75 sicher unterwegs. Bei der Reifengröße hast du die Wahl zwischen 29 und 27,5 Zoll, du kannst dir also die passende Größe aussuchen.

Stärken und Schwächen des Bluewheel Electromobility BXB75

+ sehr hohe Reichweite
+ App-Anbindung
+ 21 Gänge

- geringeres Drehmoment

NCM Paris+: Klappbares Pedelec mit USB-Anschluss zum Laden

Pendeln ist mit dem NCM Paris kein Problem: Mithilfe des faltbaren Rahmens sowie der klappbaren Pedale kannst du das Pedelec verstauen und transportieren. Die Reichweite von 120 Kilometern genügt für diverse Kurzfahrten. Akkuzustand und aktuelle Geschwindigkeit liest du auf dem LC-Display ab.

Dank der Federgabel spürst du kaum, wenn du mit den 20-Zoll-Reifen über Hindernisse fährst. Der Heckmotor sorgt für Unterstützung beim Fahren, den Widerstand beim Treten wählst du über die acht Gänge aus. Dein Tempo verlangsamen und anhalten kannst du mit den Scheibenbremsen. Das NCM verfügt über eine praktische Zusatzausstattung: Dein Smartphone lädst du unterwegs über die USB-Buchse.

Stärken und Schwächen des NCM Paris+

+ klappbar
+ USB-Ladebuchse
+ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

- Frontlicht mit 20 Lux nicht sehr hell

Chrisson eOctant: Leichtes Urban-E-Bike und fünf Unterstützungsstufen

Nur 17 Kilogramm wiegt das Chrisson eOctant inklusive Akku – damit ist das E-Urbanbike ein Leichtgewicht. 100 Kilometer weit kommst du mit einer Akkuladung. Du wählst zwischen fünf Unterstützungsstufen des Heckmotors, um die Einstellung der Gänge brauchst du dich nicht zu kümmern: Das eOctant bringt nur einen mit. Bei Steigungen hilft dir der Motor dann stärker aus.

Das LC-Display zeigt Tempo, Kilometerstand und Akkukapazität an. Auffällig sind bei dem Pedelec mit Alurahmen und 28-Zoll-Reifen die schwarzen Edelstahlspeichen. Außerdem punktet es mit Scheibenbremsen und LED-Lichtern mit 35 Lux.

Stärken und Schwächen des Chrisson eOctant

+ leicht
+ fünf Unterstützungsstufen
+ viele Ladezyklen

- nur ein Gang

CHRISSON eOctant Riemenantrieb Urbanbike (Laufradgröße: 28 Zoll, Rahmenhöhe: 52 cm, Unisex-Rad, 367 Wh, schwarz)

Zum Produkt

Was ist ein E-Bike und was ist der Unterschied zum Pedelec?

stock.adobe.com/ARochau

Ein Fahrrad, bei dem ein elektrischer Hilfsmotor deine Tretbewegungen unterstützt: Das ist ein Elektrofahrrad oder Pedelec (Pedal Electric Cycle). Angetrieben wird es durch eine Kombination aus Muskelkraft und Elektrik. Nur wenn du in die Pedale trittst, arbeitet der 250-Watt-Motor, der für Elektroräder mit Straßenzulassung gesetzlich vorgeschrieben ist. Für diese Elektroräder hat sich der Namen "E-Bikes" eingebürgert, obwohl es strenggenommen Pedelecs sind. Die meisten Modelle gehören in diese Kategorie – in Form von elektrischen City-, Mountain-, Urban- oder Trekkingbikes. 

Das Treten in die Pedale ist bei einem echten E-Bike dagegen nicht nötig. Sein Tempo erreicht es allein durch den Elektromotor, der eine Leistung bis 500 Watt liefert. 

Wie schnell fährt ein E-Bike?

stock.adobe.com/Wayhome Studio

Je schneller du mit einem Pedelec fährst, desto weniger hilft dir der Motor, wobei du zwischen verschiedenen Unterstützungsstufen wählst. Erreichst du ein Tempo von 25 km/h, entkoppelt er sich – willst du flotter sein, musst du kräftiger treten. Weil diese Modelle in Deutschland wie klassische Fahrräder behandelt werden, kannst du dich einfach draufsetzen und losfahren.

Anders ist das bei S-Pedelecs und echten E-Bikes, die jeweils bis 45 km/h schaffen – beide gelten als Leichtmofas. Ohne Führerschein oder Mofa-Prüfbescheinigung und Versicherungskennzeichen darfst du sie nicht fahren. 

E-Bikes: Welcher Antrieb ist der beste?

  • Frontmotor: Da der Bike-Motor am Lenker sitzt, ist die Steuerung erschwert. Dieser Antrieb ist nur noch selten zu finden.

  • Mittelmotor: Weil der Motor am Rahmen in der Mitte befestigt ist, hat das Pedelec einen zentralen Schwerpunkt. Das sorgt für ein angenehmes Fahrgefühl wie beim Fahrrad. 

  • Hinterradmotor: Der auch Nabenmotor genannte Typ schiebt das E-Bike von hinten an, das Fahrgefühl ist dadurch besonders sportlich. Er kann außerdem Energie beim Bremsen zurückgewinnen.

Bestes E-Bike: Darauf solltest du achten

Nahaufnahme eines Mannes auf einem E-Bike

stock.adobe.com/Freepik

Wie hoch sollte das Drehmoment sein?

Das Drehmoment sagt aus, wie kraftvoll der E-Bike-Motor ist. Je mehr Newtonmeter (Nm) er mitbringt, desto schneller beschleunigt das Pedelec. Für E-Citybikes genügen 40 bis 50 Nm, bei einem E-Mountainbike sind es oft um die 80 Nm. Chrisson eOctant und NCM Paris liefern 40 Nm, beim Prophete Urbanizer 20.Etu.10 sind es 50 Nm. Das Fischer Viator 6.0i hat ein Drehmoment von 90 Nm, das Bluewheel Electromobility BXB75 kommt auf 33 Nm.

E-Bike Fahrer macht eine Pause

stock.adobe.com/Freepik

Was wiegt ein E-Bike? 

Mit Motor und Akku wiegen Elektrofahrräder mehr als normale Fahrräder. Das Gewicht spielt besonders eine Rolle, wenn du das Pedelec hochheben musst, etwa über Treppenstufen. Während das Chrisson eOctant nur 17 kg auf die Waage bringt, sind es beim Fischer Viator 6.0i 26 kg. Die kompakten E-Bikes NCM Paris und Prophete Urbanizer 20.Etu.10 wiegen je 23 kg, das Bluewheel Electromobility BXB75 hat ein Gewicht von 24 kg.

Frau mit Fahrradhelm hält die Batterie eines E-Bikes

stock.adobe.com/aerogondo

Wie lange hält ein E-Bike-Akku?

Die Akkus von Pedelecs vertragen nur eine bestimmte Anzahl von Ladezyklen, danach musst du sie austauschen. Üblicherweise kannst du sie zwischen 500- und 1.000-mal voll aufladen. Nicht alle Biker-Hersteller geben die maximale Zahl an. 500 Zyklen sind beim Prophete Urbanizer 20.Etu.10 möglich, das Fischer Viator 6.0i erlaubt 750. Den Akku des Chrisson eOctant kannst du laut Hersteller 1.000-mal aufladen.