Rauchmelder anbringen: Das sollte man beachten

David Neumann19. JULI 2021
Nest Rauchmelder

©Nest

Wie bringt man Rauchmelder in der Wohnung und im Haus an? Und welche smarten Rauchmelder sind empfehlenswert?

Rauchmelder können Leben retten – das ist unumstritten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Geräte zuvor richtig installiert wurden. Wie man Rauchmelder korrekt anbringt und was heutige Rauchmelder alles können, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Rauchmelderpflicht: In welchen Räumen sind Rauchmelder vorgeschrieben

Bevor wir zum eigentlichen Anbringen der Rauchmelder kommen, zunächst ein Blick auf die rechtliche Lage: Rauchmelder sind in jedem Schlafzimmer und Kinderzimmer Pflicht. Auch in Fluren, die als Fluchtwege dienen, ist das Anbringen von Rauchmeldern gesetzlich vorgeschrieben. Diese Minimalanforderungen gelten für alle Bundesländer. Manche Länder gehen aber noch darüber hinaus und machen Rauchmelder in allen Aufenthaltszimmern zur Pflicht. 

Obwohl die meisten Wohnungsbrände in der Küche entstehen, ist das Anbringen von Rauchmeldern in der Küche in keinem Bundesland Pflicht. Das hängt damit zusammen, dass herkömmliche Rauchmelder zu empfindlich reagieren und daher auch beim normalen Kochen Alarm schlagen würden. Hier sind speziell für die Küche konzipierte Geräte sinnvoller, zum Beispiel Herdwächter oder Wärmemelder.

Wie Rauchmelder anbringen – Was ist zu beachten?

©Bosch

Möchtet man Rauchmelder selbst in der Wohnung oder im Haus anbringen, so sollte man sich im ersten Schritt immer mit der Bedienungsanleitung vertraut machen. Außerdem wird meist eine Leiter benötigt, da man Rauchmelder immer an der Decke anbringen sollte. Denn Rauch zieht nach oben und kann nur so zuverlässig vom Gerät erkannt werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist der BOSCH Smart Home Rauchwarnmelder.

Falls möglich, bringt den Rauchmelder zentral an der Wohnungsdecke an oder leicht versetzt, wenn dieser Platz bereits von der Lampe eingenommen wird. Achtet in diesem Fall darauf, dass der Rauchmelder mindestens einen halben Meter entfernt von der Lampe angebracht wird. Auch bei anderen Gegenständen an der Decke sollte dieser Abstand eingehalten werden. 

Auch sollten sich keine Luftschächte in der Nähe befinden und keine großen Schränke die Luftzufuhr für den Rauchmelder behindern. Für die Befestigung des Rauchmelders sollten immer die beigefügten Materialien verwendet werden, diese sind auf das Gewicht des Rauchmelders abgestimmt.  

Bei Dachschrägen mit Dachspitze ist besondere Aufmerksamkeit geboten: Bei Neigungen von mehr als 20 Grad sollte der Rauchmelder mindestens 50 cm unter der Dachspitze montiert werden, da sonst der Rauch möglicherweise nicht erkannt wird. 

Rauchmelder anbringen – Testen der Batterie

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Der beste Rauchmelder hilft nichts, wenn er nicht funktioniert. Ist der Rauchmelder erfolgreich angebracht, sollte man ihn daher mindestens einmal im Jahr prüfen. Ihr findet in der Bedienungsanleitung eine Erläuterung, wie man den Batterie-Test für den Rauchmelder durchführt.

Rauchmelder anbringen – Welche Modelle sind geeignet?

In den letzten Jahren erfüllen Rauchmelder deutlich mehr Funktionen als die bloße Raucherkennung und das Auslösen des Alarms. Mit dem Siegeszug der Smart Homes können auch Rauchmelder in das Home Security-Netzwerk eingebunden werden und dort weitere hilfreiche Dienste verrichten. 

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Ein Beispiel: Der Bosch Twinguard Rauchmelder misst durchgehend die Luftqualität, die Raumtemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit. Schon bei einer leichten Rauchentwicklung kann der Twinguard einen Voralarm auslösen, wodurch eine mögliche Brandursache beseitigt werden kann, bevor eine Gefahr entsteht.

Auch der GOOGLE Protect 2. Generation lässt sich problemlos ins Smart Home einbinden und warnt zusätzlich bei erhöhtem Kohlenmonoxidgehalt in der Luft.

Durch die Verbindung mit der Smart Home Kamera kann man auch bei Abwesenheit im Alarmfall sofort sehen, was in der Wohnung geschieht. Daher ist der Twinguard nicht nur als Rauchmelder, sondern auch als eine Komponente des Einbruchwarnsystems eine große Hilfe. 

©Homematic

Ein weiteres empfehlenswertes Gerät, das sich in ein Smart Home-Konzept integriert, ist der Homematic IP Rauchwarnmelder. Dieser Rauchmelder kommuniziert mit anderen Geräten seiner Art, sodass man beispielsweise auch in der Wohnung alarmiert wird, wenn im Keller ein Brand entsteht. Natürlich erhält man auch eine Benachrichtigung auf das Smartphone. Darüber hinaus bietet der Rauchmelder eine LED-Beleuchtung, um bei Stromausfall oder stark verrauchten Räumen als Sichthilfe zu dienen. Die Sirene des Homematic IP-Rauchmelders kann auch dazu genutzt werden, Einbrecher in die Flucht zu schlagen.  

Diese Rauchmelder sorgen für mehr Sicherheit

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