Smart-Home-Heizung richtig steuern: Häufige Fehler

Niklas Riebensahm19. SEPTEMBER 2022
Frau liegt zugedeckt auf einer Couch mit Decke

©izusek/Getty Images

Das smarte Thermostat ist gekauft und aufgeschraubt, trotzdem läuft nicht alles rund? Wir zeigen typische Fehler bei der Steuerung der Smart-Home-Heizung und geben Lösungsvorschläge.

1. Inkompatible smarte Geräte

Frau schaut auf ihr Smartphone mit Heizungs-App Titelbild

©MartinPrescott/GettyImages

Möglicherweise ist dein smartes Thermostat nicht mit anderen smarten Geräten in deinem Haushalt kompatibel. Es sollte zwar trotzdem unabhängig funktionieren, aber vielleicht weniger befriedigend, als wenn du es mit einem passenden Fenstersensor kombinieren würdest. Mithilfe dieses Sensors wird erkannt, ob Fenster im Raum geöffnet sind. Das smarte Thermostat regelt dann die Temperatur herunter und du sparst Heizkosten. Beachte auch: Du kannst nur miteinander kompatible Geräte mit der jeweiligen Anbieter-App steuern.

Falls du weitere Smart-Home-Geräte erwerben möchtest, informiere dich im Vorfeld gut darüber, ob sich die Geräte erweitern lassen.

2. Das falsche Betriebssystem

Damit du deine Smart-Home-Heizung einstellen kannst, benötigst du oft nur dein Smartphone. Damit kannst du bequem die Temperatur einstellen oder die aktuelle Gradzahl ablesen. Achte unbedingt darauf, dass dein Smartphone mit den Geräten kompatibel ist. Nicht alle Geräte haben eine App für Android oder für iOS von Apple. Das smarte Thermostat Eve Thermo ist beispielsweise nur für Apple-Geräte wie iPhone, iPad oder Apple Watch ausgelegt.

3. Unzureichendes WLAN-Signal

WLAN Powerline Kombination Fritzbox

©AVM

Damit deine Smart-Home-Heizung vernünftig funktioniert, kommt es auf das WLAN-Signal in den eigenen vier Wänden an. Nicht nur Stand-Alone-Lösungen greifen aufs WLAN zurück – auch bei Zigbee und Z-Wave müssen einzelne Smart-Home-Komponenten per WLAN an der Zentrale oder Bridge angemeldet werden. Dicke Wände stören das WLAN-Signal. Mithilfe der Mesh-Technologie kannst du das WLAN-Signal verstärken. Alle Geräte werden in dem Fall zu Sender und Empfänger und tauschen Daten untereinander aus.

Neben der Mesh-Technologie kannst du auch einen sogenannten Powerline-Adapter verwenden. Dicke Wände sind für diese Geräte ein Kinderspiel. Für den Datentransport wird ganz einfach die Steckdose genutzt. Der Powerline-Adapter muss allerdings neben LAN-Anschlüssen auch ein WLAN-Modul besitzen. Denn: Smarte Thermostate verfügen nicht über einen Slot zum Anschluss eines LAN-Kabels. Achte also darauf, dass an allen Orten mit smarten Thermostaten zusätzlich ein zuverlässiges WLAN-Signal gewährleistet ist.

4. Fehlerhafte Fenster-offen-Erkennung

Smart Heizen Starterpack Homematic IP iPhone App

©Homematic IP

Das Nichtherunterregeln der Temperatur bei geöffnetem Fenster ist ein häufiger Fehler beim Heizen. Das passiert vor allem dann, wenn der Temperaturabfall gering ausfällt – beispielsweise von 21 auf 18 Grad. Hier kann es passieren, dass das smarte Thermostat den kleinen Abfall nicht erkennt. Und so lassen sich natürlich keine Heizkosten einsparen. Fenstersensoren oder Fensterstecker können hier Abhilfe schaffen. Sobald der Temperaturabfall erkannt wird, regelt das Thermostat automatisch die Gradzahl herunter. Die kleinen Helfer sind oft in Smart-Home-Systemen mit dabei.

5. Kein Adapter für Heizkörper

Smart Heizen Drehregler Homematic IP Gradzahl

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Du möchtest eine Smart-Home-Heizung einrichten und hast dir ein smartes Thermostat angeschafft? Beim Anschrauben des Geräts kann es sein, dass das Gewinde nicht passt, weil es der Norm M30 x 1,5 mm entspricht. Prüfe vorher unbedingt, ob im Lieferumfang ein Adapter enthalten ist. Nicht alle Hersteller legen Adapter oder Adapterringe bei. Es kann sein, dass du einen separaten Adapter kaufen musst.

Zusammenfassung: Smart-Home-Heizung richtig steuern

  • Achte darauf, miteinander kompatible smarte Geräte zu kaufen.

  • Stand-Alone-Lösungen kannst du bequem mit dem Smartphone via WLAN oder Bluetooth verbinden. Du benötigst also keine zusätzliche Zentrale.

  • Informiere dich, ob deine smarten Geräte auch mit Android- oder iOS-Geräten kompatibel sind. Nicht immer werden beide Betriebssysteme unterstützt.

  • Smarte Thermostate benötigen eine gute WLAN-Verbindung. Mit der Mesh-Technologie oder einem Powerline-Adapter kannst du das WLAN-Signal verstärken.

  • Damit smarte Thermostate einen Temperaturabfall erkennen und die Temperatur entsprechend herunterregeln können, sind Fenstersensoren und Fensterstecker sinnvoll.

  • Smarte Thermostate können mit passenden Adaptern oder Adapterringen montiert werden. Diese liegen entweder im Lieferumfang bei oder müssen separat gekauft werden.

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