Lerncomputer für Kinder: Das musst du vor dem Kauf wissen

Till Striegel24. JANUAR 2023
Ein Junge und sein Vater spielen mit einem Lerncomputer

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Spielerisch lernen: Mit einem Lerncomputer förderst du die kognitiven Fähigkeiten deines Kindes und bereitest es auf die Schule vor. Wir erklären, was die Geräte leisten und was du beim Kauf besser beachtest.

Was können Lerncomputer?

Lerncomputer sind kindgerechte Rechner, bei denen pädagogische Gesichtspunkte im Vordergrund stehen. Sie sollen Kindern helfen, ihre Neugier zu stillen, und ihnen das Lernen erleichtern. Lerncomputer bieten eine Vielzahl von Funktionen wie Lernspiele und die Wiedergabe von Musik, Bildern und Videos.

Ein Lerncomputer soll helfen, kognitive Fähigkeiten wie Sprache, mathematisches Verständnis, Logik und Kreativität zu entwickeln und zu verbessern. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich dabei an die Fähigkeiten des Kindes anpassen. Denn wenn Eltern eines gelernt haben, dann, dass Kinder wachsen!

Sind Lerncomputer für Kinder pädagogisch wertvoll?

Ein Junge spielt mit einem Lerncomputer

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Lerncomputer können Lerninhalte in Bereichen wie Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften und Sozialkunde spielerisch vermitteln. Das fördert und festigt die Fähigkeiten, die dein Kind in der Schule benötigt.

Eine Studie der Landesmedienanstalt Hessen hat den Einfluss von Computern auf die kognitive Entwicklung von 132 Kindergartenkindern untersucht. Der Medienpädagoge Prof. Dr. Stefan Aufenanger beurteilt das Ergebnis positiv: „Wir konnten zeigen, dass die Kinder in ihrer Entwicklung bezüglich des Denkens oder des Sprechens keine Verzögerung aufweisen. Im Gegenteil, sie profitierten teilweise vom Computer.“

Pädagogen empfehlen eine Nutzung ab etwa drei Jahren, wobei es Geräte gibt, die laut Hersteller schon ab ein oder zwei Jahren geeignet sind. Für Kids ab fünf Jahren empfehlen sich insbesondere Lerncomputer, die die Kinder auf die Schule vorbereiten.

Die verschiedenen Arten von Lerncomputern für Kinder

Ein Junge und ein Mädchen lernen mit Laptop

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Es gibt verschiedene Arten von Lerncomputern, die für Kinder in unterschiedlichen Entwicklungsstufen geeignet sind. Die Geräte ähneln einem Laptop oder Tablet und verfügen zumeist über große Tasten, die für kleine Kinderhände leicht bedienbar sind. Einige Modelle haben spezifische Knöpfe oder werden mit einem Stift bedient.

Lerncomputer für ältere Kids sind oft mehrsprachig, dein Kind kann diese Modelle auf Englisch, Französisch oder Spanisch verwenden. Sie sind ideal für Kinder, die in einer mehrsprachigen Familie aufwachsen oder eine Fremdsprache erlernen möchten.

Tablets sind ebenfalls eine gute Option für ältere Kinder, die bereit sind, anspruchsvollere Inhalte zu lernen. Die Touch-Funktion macht es für dein Kind besonders leicht, sie zu bedienen. Ein Tablet ist außerdem meist kompakter als ein Laptop.

Ab welchem Alter sind Lerncomputer für Kinder geeignet?

Ein Kind mit einem Lerncomputer

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Es gibt kein festes Alter, ab dem ein Lerncomputer empfohlen werden kann. Das hängt von der Entwicklung und den Interessen des jeweiligen Kindes ab. In Regel beginnen Kinder, sich für Computer zu interessieren, sobald sie lesen können. Viele Schulen bieten ab diesem Alter Unterricht zu dem Thema an.

Kinder unter drei Jahren sollten keine Computer- oder Videospiele spielen. Im Alter von drei bis sechs Jahren sollten Kinder maximal 30 Minuten pro Tag mit begleiteter Bildschirmzeit und altersgerechten Inhalten verbringen.

Das Infoportal Internet-ABC rät, dass Kinder erst im Alter von sieben bis zehn Jahren freie Bildschirmzeit haben sollten, wobei die Inhalte zuvor gemeinsam besprochen werden. Grundschüler sollten zwar lernen, mit einem richtigen Computer umzugehen, aber nicht mehr als eine Stunde am Tag vor dem Bildschirm verbringen.

Was ist der beste Lerncomputer ab sechs Jahren?

Vater und Sohn auf Sofa mit Lernlaptop

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Der beste Lerncomputer für ein Schulkind ist ein PC oder Notebook. Der Grund dafür ist einfach: Für diese Geräte stehen mehr Apps und Lernsoftware als für jeden anderen Gerätetyp zur Verfügung. Und es gibt viele unterhaltsame Bildungswebseiten, auf denen Kinder mithilfe von Videos, Spielen und anderen interaktiven Elementen spannende Dinge über die Welt um sich herum lernen können.

Hier findest du einige Beispiele für geprüfte und sichere Websites:

  • Das Portal Internet-ABC bringt Kindern in leicht verständlicher Sprache die Funktionsweise des Internets bei.

  • Klexikon ist eine Art jugendfreies Wikipedia. Hier wird Allgemeinwissen aus allen Lebensbereichen speziell für die Kleinen aufbereitet.

  • Blinde Kuh ist eine Suchmaschine, deren Inhalte geprüft und handverlesen sind. Ein Google für Kinder, ohne ungeeignete Inhalte.

Wenn du deinem Kind einen guten Start in der Schule ermöglichen willst, helfen beim Kauf eines neuen Computers die folgenden Tipps:

  • Kaufe einen Lernlaptop, der eine lange Akkulaufzeit hat.

  • Das Gerät sollte möglichst leicht sein, damit der Schulranzen nicht zu viel wiegt.

  • Wähle einen Laptop mit einem ausreichend großen Bildschirm.

Wie kann ich mein Kind am Rechner schützen?

Wenn du dein Kind an Computer und das Internet heranführst, achte darauf, mit welchen Inhalten es online in Berührung kommt. Hier sind einige Tipps, wie du dein Kind schützen kannst:

  • Erstelle für dein Kind ein Benutzerkonto mit eingeschränktem Zugriff.

  • Verwende Kindersicherungen und Filter, die bestimmte Inhalte blocken.

  • Lege für dein Kind ein Bildschirmzeitlimit fest, damit es weiß, wie lange es täglich oder in der Woche am Computer sitzen darf.

Empfehlenswerte Lerncomputer

Fazit

Lerncomputer sind speziell für Kinder entwickelte Rechner, mit denen Kids spielerisch lernen können. Beim Kauf eines Lerncomputers solltest du darauf achten, dass das Gerät über Lerninhalte verfügt, die die kognitiven Fähigkeiten deines Kindes fördern. Die Nutzung empfiehlt sich frühestens ab drei Jahren, für Schulkinder ist ein Notebook am besten geeignet. Erstelle ein beschränktes Benutzerkonto für dein Kind und lege ein Bildschirmzeitlimit fest, damit es nicht zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt. Und dann kann’s losgehen mit dem Spielen und Lernen!