Strom sparen: Die etwas anderen Tipps für weniger Energieverbrauch

Till Striegel12. SEPTEMBER 2022
Hand mit Glühbirne

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Die Standard-Stromspartipps kennst du schon, wendest sie längst an? Du kannst noch etwas mehr rausholen. Lies jetzt unsere Tipps zum Stromsparen im Haushalt, an die garantiert nicht jeder denkt.

Stromspartipps für Wäsche und Bad

Sparschwein in Wäschekorb

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Du kannst deinen Stromverbrauch senken, indem du deine Kleidung seltener bei 60 Grad oder noch höheren Temperaturen wäschst. Meist reicht ein Waschgang bei 30 Grad völlig aus – vor allem, wenn die Kleidungsstücke nur leicht verschmutzt sind. Nutzt du einen Wäschetrockner? Dann stell bei deiner Waschmaschine einen Schleudergang mit mindestens 1.200 Umdrehungen ein. So wird der Trockner anschließend schneller fertig und spart Strom.

Bei besonders verknitterten Hemden kommst du um das Bügeln nicht herum. Tipp zum Stromsparen: Zieh den Stecker des Bügeleisens schon aus der Steckdose, kurz bevor du mit dem Bügeln fertig bist. Nutze die Restwärme des Bügeleisens. Sie kommt noch für einige Minuten mühelos gegen die Falten an.

Bei allen anderen Kleidungsstücken kannst du dir das Bügeln in der Regel ganz sparen. Für Grenzfälle bei Hemden gilt: Hänge die Oberteile während einer warmen Dusche im Badezimmer auf. Der warme Wasserdampf glättet die meisten Stoffe schon nach kurzer Zeit.

Wenn du beim Duschen dann auch noch einen Sparduschkopf verwendest, verbrauchst du weniger warmes Wasser. Wird Wasser in deinem Haushalt elektrisch erhitzt, sparst du so deutlich Strom.

Tipps zum Energiesparen in der Küche

Zitrone in Wasserkocher

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Du hast bereits einen effizienten Kühl- und Gefrierschrank? Das ist die beste Voraussetzung! Wirf einen Blick auf die Temperatureinstellung des Geräts: Oft sind 5 Grad voreingestellt. Stelle deinen Kühlschrank auf 7 Grad ein. Auch dann bleiben Lebensmittel lange frisch. Jedes Grad kälter verschwendet nur Strom.

Einzige Ausnahme: Wenn du häufig Essen lagerst, das leicht verderblich ist, etwa Hackfleisch. Bei solchen Lebensmitteln sorgt eine besonders niedrige Temperatur von 2 Grad für längere Haltbarkeit. Ist das bei dir häufig der Fall, schaff dir einen Kühlschrank an, in dem du in verschiedenen Fächern unterschiedliche Temperaturen einstellen kannst: Dann muss nicht der gesamte Kühlraum auf 2 Grad runtergekühlt werden.

Du kannst sogar noch mehr Energiekosten sparen, indem du einen Schritt weiter denkst: Nimm tiefgefrorene Lebensmittel etwas früher aus dem Gefrierfach, bevor du sie in Topf, Pfanne oder Backofen zubereitest. Die Zimmertemperatur wärmt sie auf, sodass die Zubereitung schneller geht – und weniger Strom verbraucht.

Ganz ähnlich sieht es aus, wenn du Wasser erhitzt. Optimiere deinen Stromverbrauch mit zwei weiteren Tipps: Bringst du Wasser in einem Topf zum Kochen, solltest du immer einen Deckel verwenden. Dadurch geht weniger Wasser verloren und das Erhitzen geht schneller. Deutlich effizienter ist jedoch ein Wasserkocher. Speziell bei diesen Küchengeräten gilt: Entkalke sie regelmäßig. Ein verkalkter Wasserkocher verbraucht bis zu einem Drittel mehr Strom als ein sauberer.

Reiniger und Entkalker für Küchengeräte

Computer: Tipps, wie die Geräte richtig Strom sparen

Mann schaut auf Tablet

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Verwende wann immer möglich einen Laptop anstelle eines Desktop-PCs. Die kompakten Geräte verbrauchen bis zu drei Viertel weniger Energie. Ein weiterer Tipp: Stelle tagsüber die Akzent-Beleuchtung der Tastatur ab.

Zum bequemen Surfen auf der Couch eignet sich ein Tablet noch besser. Auf neueren Geräten mit OLED-Display kannst du den Dark Mode einstellen, sodass nur die Pixel Strom verbrauchen, die gerade beleuchtet sind.

Deinen WLAN-Router kannst du so einstellen, dass er nachts herunterfährt. Lies dir hierfür am besten die Anleitung des Herstellers durch. Alternativ verwendest du eine smarte Steckdose mit Zeitschaltuhr, an die du den Router anschließt.

Mit natürlichem Licht und smart zu Hause Strom sparen

Frau an Laptop neben Fenster mit Katze

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Logischerweise gilt für jeden Haushalt: Je weniger elektrisches Licht an ist, desto mehr Strom kannst du zu Hause sparen. Das klingt simpel – aber du musst es auch umsetzen. Schalte das Licht nur sparsam ein und probiere, ob vielleicht schon das Aufziehen der Gardinen genügt.

Tausche außerdem alte Glühbirnen gegen moderne LEDs aus. Sie sind deutlich stromsparender. Falls du ohnehin mal wieder streichen willst: Wähle helle Farben für deine Zimmer, damit du bestmöglich vom natürlichen Lichteinfall profitierst. Stelle außerdem deinen Schreibtisch nahe an ein Fenster. So brauchst du seltener eine zusätzliche Lampe.

Wenn du jetzt noch zu Experimenten bereits bist: Installiere Durchgangssensoren an allen Türen und verbinde sie mit smarten LEDs. Dann kann dein Smart Home mitzählen, wie viele Personen sich in welchem Raum aufhalten. Ist ein Raum leer, geht das Licht automatisch aus.

HOMEMATIC IP HmIP-SPDR Durchgangssensor, Weiß

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Wie kann man Strom sparen?

Viele Prozentzeichen

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Mit diesen etwas anderen Tipps kannst du merklich Stromkosten sparen:

  • Wasche deine Kleidung nur bei 30 Grad.

  • Nutze vor dem elektrischen Trocknen einen hohen Schleudergang.

  • Verwende beim Bügeln auch die Restwärme des Bügeleisens.

  • Nutze den Wasserdampf beim Duschen, um verknitterte Kleidung zu glätten.

  • Lege dir einen Sparduschkopf zu.

  • Nimm TK-Lebensmittel früher aus dem Gefrierfach.

  • Stelle deinen Kühlschrank auf 7 Grad ein.

  • Verwende Topf- und Pfannendeckel, wenn du kochst.

  • Entkalke deinen Wasserkocher regelmäßig.

  • Verwende Laptop statt Desktop-PC und schalte die Tastaturbeleuchtung ab.

  • Verwende den Dark Mode bei Geräten mit OLED-Display.

  • Fahre deinen WLAN-Router nachts herunter.

  • Streiche deine Zimmer in einer hellen Farbe.

  • Platziere deinen Schreibtisch am Fenster.

  • Für Experimentierfreudige: Installiere Durchgangssensoren und smarte LEDs.

Außerdem kannst du extrem Strom sparen, indem du dir energieeffiziente Geräte zulegst.

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