Auch Fliegen hat Grenzen - die Drohnen Checkliste.

Sie spielen mit dem Gedanken sich eine Drohne zu kaufen oder sind schon einen Schritt weiter? Einfach auf die nächste Wiese und auf geht es in die Lüfte – so einfach ist es leider nicht. Unsere folgenden Hinweise geben erste nützliche Tipps und Informationen rund um das Thema Drohnen und was zu beachten ist.

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Checkliste für den privaten Gebrauch

  • Drohnen: Grundsätzlich sind Drohnen bis zu einem Abfluggewicht von 5 kg erlaubnisfrei, d.h. für diese ist keine Aufstiegserlaubnis bei einer Luftfahrtbehörde einzuholen. Aber aufgepasst: Dies gilt nur dann, wenn diese rein privat zu Sport- und Freizeitzwecken genutzt werden. Es gilt zudem die „Halterhaftung“: Wenn Sie also Dritten Ihre Drohne überlassen, kann es sein, dass auch Sie rechtlich für von dem Dritten verursachte Schäden verantwortlich bzw. mitverantwortlich gemacht werden können.
  • Versicherungspflicht: Eine Haftpflichtversicherung, die auch die Risiken rund um die Drohnennutzung umfasst, ist Pflicht. Durch die „übliche“ allgemeine private Haftpflichtversicherung sind diese Risiken häufig nicht abgedeckt. Vergewissern Sie sich vor dem ersten Start, dass ausreichender Versicherungsschutz besteht.
  • Kennzeichnungspflicht (ab 1.10.2017 erforderlich): Flugmodelle ab einer Startmasse von 250 g unterliegen der Kennzeichnungspflicht. Sie erfordert, dass der Eigentümer eines Flugmodells an sichtbarer Stelle seinen Namen und seine Anschrift in dauerhafter und feuerfester Beschriftung an dem Modell anbringen muss.
  • Kenntnisnachweis (ab dem 1.10.2017 erforderlich): Ab einer Startmasse von mehr als 2 kg muss der Eigentümer bzw. der jeweilige Steuerer besondere Kenntnisse nachweisen. Dieser Kenntnisnachweis kann durch Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (Mindestalter 16 Jahre) oder durch eine erfolgte Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband / Verein erlangt werden.
  • Es gibt in den einzelnen Bundesländern und Gemeinden unterschiedliche Regelungen zu Flugverbotszonen, Aufstiegshöhen und Umweltschutz. Jeder „Drohnen-Pilot“ ist selbst verantwortlich und verpflichtet, sich hierüber vor dem Abflug zu informieren. Beispiele für Flugverbotszonen: Regierungsgebäude, militärisch sowie industriell genutzte Anlagen, Atomkraftwerke, Wohngebiete, Menschenansammlungen, Unfallstellen und Katastrophengebiete. Von Flugplätzen ist ein Mindestabstand von 1,5 km einzuhalten. Etwaige bestehende lokale behördliche Auflagen sind einzuhalten. Bitte informieren Sie sich vor dem Start hierüber.
  • Flugentfernung: Geflogen werden darf nur mit direktem Sichtkontakt zum Fluggerät. Der Sichtkontakt ohne Hilfsmittel - bis auf Brille oder Kontaktlinsen - muss gewährleistet sein. Dies gilt insbesondere auch bei Nutzung von GPS oder First Person View Systemen.
  • Auf Privatsphäre / Persönlichkeitsrechte und Urheberrechte achten: Beim Filmen und Fotografieren mittels Drohnen gelten natürlich die Persönlichkeits-, Eigentums- und Urheberrechte der gefilmten Personen, Grundstücke, Gebäuden und Denkmäler, etc.. Hierauf zu achten ist sehr wichtig, da andernfalls auch strafrechtliche Konsequenzen drohen können.
  • Rechtsgrundlagen beachten: Neben den Regelungen, die von Bundesländern, Gemeinden und / oder Städten aufgestellt sind, gelten in ganz Deutschland das Luftverkehrsgesetz (LuftVG) & die Luftverkehrsordnung (LuftVO).
Weitere Details Zur Drohnenverordnung

Definition einer Drohne, Abfluggewicht und Nutzung.

Drohnen zählen zu den Flugmodellen und sind unbemannte Luftfahrzeuge, die in Sichtweite des Steuerers betrieben werden. An vielen Orten lassen sich Drohnen zu Sport- und Freizeit­zwecken fliegen, solange das Abfluggewicht unter 5 Kilogramm bleibt. Sobald eine Kamera oder anderes Zubehör installiert wird, kommt dementsprechend Gewicht hinzu. Hier ist also Vorsicht geboten. Ist das Modell inklusive des Zubehörs schwerer als 5 kg oder eine gewerbliche Nutzung (unabhängig vom Gewicht) geplant, muss eine Aufstiegsgenehmigung beim Luftfahrt­bundesamt des jeweiligen Bundeslandes eingeholt werden.

  • Drohnen lassen sich grundsätzlich an vielen Orten zu Sport- und Freizeitzwecken fliegen, sofern das Abfluggewicht unter 5 kg liegt
  • Liegt das Abfluggewicht über 5kg oder ist eine kommerzielle Nutzung (dann unabhängig vom Gewicht) geplant, so ist eine Aufstiegserlaubnis erforderlich. Achten Sie daher unbedingt auf das Abfluggewicht und auf die Nutzung der Drohne. Eine kommerzielle Nutzung kann bspw. bereits dann vorliegen, wenn mittels einer Drohne getätigte Luftaufnahmen auf YouTube oder ähnlichen Portalen hochgeladen werden.

Versicherungspflicht.

Der Modellflug ist in Deutschland prinzipiell versicherungspflichtig – eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht. Die „normale“ Privathaftpflichtversicherung deckt in der Regel die Risiken im Zusammenhang mit einer Drohne nicht ab. Überprüfen Sie daher Ihren Versicherungsschutz und ergänzen diesen ggf., um die Risiken einer Drohne mit abzudecken.

  • Eine Haftpflichtversicherung für jede Drohne ist erforderlich
  • Prüfen Sie Ihren Versicherungsschutz und ergänzen diesen ggf. entsprechend

Aufstiegserlaubnis.

Ist das Abfluggewicht (= Gewicht der Drohne + etwaiges Zubehör, das an die Drohne angebracht wird) der Drohne höher als 5 kg, benötigen Sie eine Aufstiegserlaubnis. Diese Genehmigung durch das zuständige Luftamt ist ebenfalls bei einer gewerblichen Nutzung (z. B. Fotoaufnahmen und anschließendem Verkauf der Fotos) erforderlich. In der Regel wird diese für private Zwecke kostenlos gewährt und ist nur für die gewerbliche Nutzung kostenpflichtig. Diese muss in jedem Bundesland und für jeden Flugeinsatz einzeln beantragt werde. Detaillierte Informationen erhalten Sie von Ihrer zuständigen Behörde.

  • Ab einem Abfluggewicht von 5 kg oder bei gewerblicher Nutzung ist eine Genehmigung notwendig
  • Die Aufstiegserlaubnis für eine gewerbliche Nutzung ist kostenpflichtig

Wo darf ich fliegen?

Modellflugplätze oder der eigene Garten eignen sich hervorragend, um ein paar Runden zu drehen. In einer ausgewiesenen Flugverbotszone müssen Sie sich allerdings auf den Modellflug?platz beschränken. Starten und landen auf fremden Grundstücken bedarf der Einwilligung des Grundstückeigentümers. Grundsätzlich gilt ein Mindestabstand zu Flugplätzen von 1,5 km. Für Regierungsgebäude, militärisch sowie industriell genutzte Anlagen, Atomkraftwerke, Wohngebiete, Menschenansammlungen, Unfallstellen und Katastrophengebiete gilt für unbemannte Flugobjekte ein Betriebsverbot. Es gibt viele Sonderregeln, die in Städten eingeführt wurden. Man sollte sich im Zweifel immer mit dem zuständigen Bezirks- oder Ortsamt in Verbindung setzen, um den Sachverhalt rund um die Aufstiegserlaubnis (Drohne Flugerlaubnis) und Flugmöglichkeiten vor Ort zu klären.

  • Modellflugplatz oder eigener Garten
  • Informieren Sie sich beim zuständigen Bezirks- oder Ortsamt und Luftfahrtbundesamt hinsichtlich Flugverbotszonen und lokalen Regelungen rund um das Fliegen lassen von Drohnen
  • Bitte beachten Sie unbedingt auch die Altersempfehlungen, Sicherheitshinweise und die Bedienungsanleitung der Hersteller. Insbesondere sollten Kinder von ihren Eltern oder einem anderen Erwachsenen stets beaufsichtigt werden, wenn sie mit einer Drohne hantieren.

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